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Auermühle

Wird da ein Bad geschlachtet?

Von Jan Sting, 03.02.12, 18:18h

Günter Nahl, ehemaliger Bürochef des einstigen Leverkusener Oberbürgermeisters Wilhelm Dopatka, spricht von einer Schlachtung der Auermühle. Die Bezirksvertretung III will das verhindern und das Gelände „einmotten“.

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Das Freibad Auermühle könnte aufgegeben werden. (Archivbild: Ralf Krieger)
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Das Freibad Auermühle könnte aufgegeben werden. (Archivbild: Ralf Krieger)
Schlebusch - Günter Nahl ist in Sachen Behördendeutsch beschlagen. Der ehemalige Bürochef des einstigen Leverkusener Oberbürgermeisters Wilhelm Dopatka machte aus seinem subjektiven Eindruck zur Verwaltungsvorlage über die Entwicklung des Geländes „Freibad Auermühle“ kein Geheimnis: „Ich habe selten eine Verwaltungsvorlage gelesen, in der sich verschiedene Ämter so bemühen, ein Bad zu schlachten. Da wird vom preußischen Hochwasserschutz bis zur Landesplanung alles zitiert.“ Mehrheitlich nahmen die Mitglieder der Bezirksvertretung III diese Vorlage jetzt an.

Die Verwaltung soll eine Machbarkeitsstudie erstellen, die die Rahmenbedingungen für eine weitere Entwicklung des Freibadgeländes ermittelt. Auch die Bedürfnisse des Gewässer- und Naturschutzes sollen erforscht werden sowie die Verkehrserschließung und die Situation der Nachbarn wie Klinikum, Kindergarten und der Anwohner. Nahl betonte, dass die Fläche wichtig für die Infrastruktur des Stadtteils sei. Seine Angst geht dahin, dass gebaut wird. Und das ginge nach jetzigem Stand nur auf dem Parkplatzgelände und im Bereich der Schwimmbecken.

Das Mehrheitsbündnis aus CDU, Grünen, FDP und Freien Wählern (Jamaika plus) hat einen Änderungsantrag zur Verwaltungsvorlage formuliert. Darin fordert das Bündnis, dass die Politik über die Machbarkeitsstudie auf dem Laufenden gehalten wird. Das Bad soll so eingemottet werden, dass es wieder genutzt werden kann. Der Bedarf besteht. Aber wie Nahl betonte, „. . . muss der Sportpark Leverkusen noch 650 000 Euro bezahlen, um das Bad in Opladen zu finanzieren.“ „Die Auermühle ist ein einfaches Bad ohne Schnickschnack und sehr beliebt“, betonte Ulrich Wokulat (CDU). „So etwas gibt es selten. Die Lage ist herrlich.“ Das meinen auch die potenziellen Investoren wie Klaus Müller, der sich für die Auermühle interessiert. Er hatte betont, wie wichtig das Bad für Schlebusch sei. Mehrfach kam in der Bezirksvertretung der Dank an den Verein „Rettet die Auermühle“ zum Ausdruck, der das Bad in der vergangenen Saison ehrenamtlich unterstützte. Doch der Besucherstrom war angesichts der Witterung nur mäßig. Eine weitere Saison zu öffnen, dafür fehlt dem Sportpark das Geld.



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