Von Michael Greuel, 06.02.12, 10:52h, aktualisiert 06.02.12, 12:36h
Was am Ende nun für die Zuschauer im Kino ein rund eineinhalbstündiger Filmspaß ist, bedeutete für Neele und ihre Schauspielerkollegen auch recht viel Arbeit und Stress. 43 Drehtage standen letztlich an, gedreht wurde von Mitte Juni bis Mitte August in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. Den Beginn dieses Filmprojekts bildete wie üblich ein Casting.
Ohne Kamera-Erfahrung
Nach Angaben der Produktionsfirma wurden innerhalb von drei Monaten mehr als 1000 Kinder für die vier Rollen in Augenschein genommen, die letzten 50 wurden daraufhin in Berlin nochmals genau unter die Lupe genommen. Neele Marie wurde ausgewählt, und das, obwohl sie vorher noch nie vor einer Kamera gestanden hatte. „Die Erfahrung allein erleichtert vielleicht gelegentlich etwas, ist aber nie der Grund, warum ein Kind ausgewählt wird“, erklärt Produzent Andreas Ulmke-Smeaton, der gemeinsam mit Ewa Karlström auch die berühmte „Wilde Kerle“-Reihe auf die Leinwand gebracht hat.
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Die jungen Schauspieler müssten trotzdem auch am Set weiterhin als Kinder betrachtet werden, meint Regisseur Mike Marzuk. „Sonst bekommt man nicht, was man will. Ein ganz wesentlicher Teil bei Dreharbeiten für einen Kinderfilm ist, dass man ihnen genügend Zeit lässt für Blödsinn, Schulstunden und so“, schildert der Regisseur aus seiner Erfahrung. Daher war an den Drehorten immer ein Lehrer anwesend, der mit den Kindern Schulstoff durchging. Schließlich sollte sich die Arbeit am Set später nicht negativ auf die Leistungen in der Schule auswirken.
Großes Lob von Rohde
Bei den Dreharbeiten selbst machten die Kinder allerdings einen tollen Job. Armin Rohde, der in dem Streifen den Polizisten Peters spielt, war von den Kindern begeistert. „Die waren alle toll. Ich kenne einige erwachsene Kollegen, die längst nicht so eine Disziplin besitzen, wie diese Kids hier. Was die geleistet haben, war wirklich enorm“, schwärmte der Schauspieler nach Ende der Dreharbeiten. Auch die Stimmung unter den Kindern am Set war dem Vernehmen nach äußerst gelöst. An den Drehorten wohnten sie nah beieinander, an freien Tagen machte man gemeinsamAusflüge, spielten „Räuber und Gendarm“ oder Streetball. Aus Freunden im Film wurden Freunde in der Realität. So wird es bleiben, ist Neele überzeugt, auch wenn die Nachwuchsschauspieler recht weit voneinander entfernt wohnen: „Wir bleiben in Kontakt, da bin ich mir sicher.“
Film gut angelaufen
Möglicherweise verbringen die vier Kinder und der Hund wieder den Sommer zusammen, wennein zweiter Teil der „Fünf Freunde“ gedreht wird. Die Entscheidung hierüber fällt in den nächsten Wochen. Die Zeichen standen am ersten Wochenende nach dem Kinostart gut: Das filmische Kinderabenteuer belegte sogleich Platz drei der deutschen Kinocharts.
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