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Berufseinstieg: Bewerbungsmappe gleich mitgebracht

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An zahlreichen Ständen konnten sich die Besucher über verschiedene Ausbildungen informieren. Foto: Busch
Rund 60 Unternehmen und Institutionen präsentierten sich auf der 16. Ausbildungsbörse am Berufskolleg Goldenberg. Etwa 900 Interessierte informierten sich umfangreich über die Ausbildungsmöglichkeiten.  Von
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Seit 16 Jahren informiert die Ausbildungsbörse im Goldenberg-Berufskolleg Schüler aus dem Kreis über den Start ins Arbeitsleben. So auch vergangenen Samstag, als 60 Unternehmen und Institutionen auf dem Schulgelände den rund 900 Besuchern Rede und Antwort standen.
Sabrina Schäfer (14) aus Hürth weiß noch nicht, was sie später genau machen möchte. „Es sollte aber etwas Kaufmännisches sein“, sagt sie und findet eine erste Anlaufstelle am Stand der AOK. Die Krankenkasse bildet junge Leute zu Sozialversicherungsfachangestellten aus.

Praktika in den Ferien

Sabrinas Vater ist als Unternehmer tätig, daher hat sie auch die Affinität zum Kaufmännischen. Dieses Interesse hat sich in zahlreichen Praktika in den Ferien gefestigt. „Bei der Ausbildung würde ich nicht nur die Berufsschule besuchen, sondern einmal im Quartal auch eine spezielle Akademie der AOK, bei der wichtige Inhalte der Ausbildung expliziter durchgenommen werden“, erfährt Sabrina in der Ausbildungsbörse.

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Thomas Freund macht sich hingegen nicht so viel aus dem Kaufmännischen. „Ich bin sehr interessiert am Auto- und Maschinenbau“, erzählt der 15 Jahre alte Gesamtschüler. „Mein Vater hat eine Lehre zum Kfz-Meister gemacht. In diese Richtung möchte ich auch gehen.“ Thomas informiert sich bei Stefan Wilhelmi, der Lehrer am Goldenberg-Berufskolleg ist, über die Ausbildung zum Technischen Assistenten. Aber anstatt alles in einem trockenen Informationsgespräch vermittelt zu bekommen, wird Thomas ein ausgiebiger Rundgang durch die Ausbildungswerkstatt angeboten. Die Ausbildung zum Technischen Assistenten findet nämlich am Berufskolleg selbst statt. Die beiden Auszubildenden Thomas Burak und André Karlav verdeutlichen Thomas Freund und seinem Vater die wichtigsten Stationen während der Ausbildung. „Durch den Rundgang erhalte ich ein sehr klares Bild von der Ausbildung“, erzählt Thomas und schaut André Karlav über die Schulter, wie er die Arbeit an einer Drehmaschine demonstriert.

„Ich möchte eine Tätigkeit ausüben bei der ich selbst anpacken kann“, sagt Thomas. „Das Fertigen von Werkstücken an solchen Maschinen sieht auf alle Fälle sehr interessant aus.“ Auch die Entwicklung von pneumatischen Konstruktionen interessiert ihn. „Man braucht Köpfchen, um bei den ganzen Schläuchen nicht den Überblick zu verlieren. Außerdem sind die verschiedenen Tätigkeiten sehr abwechslungsreich.“ Thomas ist sich sicher: „Das möchte ich machen.“ Der Schüler hat sogar schon seine komplette Bewerbung mitgebracht. Solches Engagement sehen die Ausbilder gern. Prompt wird der Aufnahmeantrag am Berufskolleg unterschrieben.

„Erst mal Abitur“

Jennifer Kleinmann (15) erging es nicht ganz so. Die Kerpenerin besucht die neunte Klasse der Willy-Brandt-Gesamtschule. „Ich weiß noch nicht, was ich werden will, etwas in Richtung Chemie oder Mathe vielleicht.“ Jennifer hat sich am Stand der Infraserv Knapsack informiert, muss aber zugeben: „Ich hab das nicht so ganz verstanden. Die Ausbildungsinhalte sind sehr kompliziert. Das schreckt mich erst mal ab.“ Auch am der Schweizer Gesundheitskasse EGK hat Jennifer nachgefragt. „Jedoch finde ich das doch nicht so interessant.“ Ihr Entschluss: „Ich mache erst mal das Abitur. Währenddessen habe ich noch genug Zeit, mich zu entscheiden.“

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