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Gesamtschule: Mix aus Beton, Holz und Glas

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Bürgermeister Walther Boecker und Juryvorsitzende Prof. Dörte Gatermann erläutern den Siegerentwurf. Foto: Birgit Lehmann
In einer zwölfstündigen Sitzung hat die Jury einen Siegerentwurf für die geplante Hürther Gesamtschule gekürt. Ob der Entwurf auch wirklich gebaut wird, das entscheidet sich erst im nächsten Frühjahr.  Von
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Die Entscheidung, ob der Entwurf tatsächlich gebaut wird, fällt erst im Frühjahr nächsten Jahres. Am Donnerstag aber diskutierte eine 14-köpfige Jury aus Architekten, Verwaltung und Politikern zwölf Stunden lang, welcher der schönste Entwurf für die geplante Hürther Gesamtschule ist. Einstimmig empfahl die Jury am Ende die Planungen eines Büros, das derzeit in Köln eine Schule baut: das Büro „h4a Gessert Randecker“ aus Stuttgart. Die vier Erstplatzierten erhalten ein Preisgeld von 92 000 Euro.

Insgesamt 24 verschiedene Architekten hatten auf die europaweite Ausschreibung der Hürther Stadtverwaltung reagiert und Vorschläge für den Bau einer Schule für 1000 Schüler eingereicht. Sie soll 2017 fertig, in der Sekundarstufe I fünfzügig und in der Oberstufe dreizügig sein sowie eine Fläche von 15 000 Quadratmetern haben. Alle Arbeiten hätten ein hohes Niveau bewiesen, sagte die Juryvorsitzende Professor Dörte Gatermann, die selbst mit zahlreichen Architekturpreisen ausgezeichnet und geschäftsführende Gesellschafterin des Bundes Deutscher Architekten ist. Der Siegerentwurf habe mit Kompaktheit und Wirtschaftlichkeit überzeugt. Der Preisträgerentwurf sei mindestens zehn Prozent günstiger als die anderen Entwürfe. Wie teuer das Gebäude aber am Ende wird, könne noch niemand sagen. Der Kostenrahmen liegt laut Verwaltung bei 35 Millionen Euro plus minus 35 Prozent.

Abhängig sein werden die Kosten am Ende auch von den verwendeten Materialien. Jetzt ist ein Mix aus Beton, Holz und Glas vorgesehen. Für den Entwurf spreche, dass er architektonisch das pädagogische Konzept der Gesamtschule am besten umgesetzt habe. Die Schule bestehe aus zwei viergeschossigen Komplexen für die Sekundarstufe, einem zweigeschossigen Komplex für die Oberstufe sowie einer halb in der Erde vergrabenen Turnhalle. Zwei Jahrgangsstufen sollen sich je eine Etage teilen und dabei „Lerninseln“ bilden. Auch die Lehrerzimmer sind dezentral auf die Komplexe verteilt, sodass eine sehr „familiäre“ Atmosphäre entstehe. Vorteil des Entwurfs sei auch, dass der dritte Komplex für die Oberstufe nicht gebaut werden müsse, wenn sich herausstelle, dass er nicht gebraucht werde.

Davon geht Bürgermeister Walther Boecker aber nicht aus. Er betonte, dass derzeit überall Schulen aus den Nähten platzten.

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