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Gewerkschaft: Demonstration vor der Papierfabrik

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Etwa 50 Gewerkschaftsmitglieder demonstrierten am Freitag von der Papierfabrik in Hürth-Knapsack. Foto: Udo Beissel
Die Mitarbeiter von UPM wollen nach Tarif bezahlt werden. Mit Trillerpfeifen und Gewerkschaftsfahnen protestierten sie deshalb am Freitag auf dem Parkplatz vor der Papierfabrik in Hürth-Knapsack. Doch das Unternehmen hat andere Pläne.  Von
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Hürth-Knapsack

Die besinnliche Weihnachtszeit und das schlechte Wetter hielten die Mitglieder der IGBCE (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) am Freitagmittag nicht ab, lautstark in die Trillerpfeifen zu pusten und die Gewerkschaftsfahnen auf dem Parkplatz vor der Papierfabrik in Hürth-Knapsack zu schwenken. „Das Thema ist zu ernst“, sagt Dr. Viola Denecke, stellvertretende Landesvorsitzende der IGBCE zu.

„Die Beschäftigten haben es verdient, endlich zu fairen Bedingungen beschäftigt zu werden.
Viola Denecke

Denn nach Gewerkschaftsangaben beabsichtige das Papierunternehmen UPM das Einkommen und die Arbeitsbedingungen der etwa 160 Mitarbeiter am Standort Hürth nicht auf Grundlage des Flächentarifvertrages zu gestalten. Und das gehe einzig und allein auf Kosten der Mitarbeiter und sei mit der IGBCE nicht zu machen. Dabei kämpften Gewerkschaft und Betriebsrat in Hürth für die Einbindung in den Tarifvertrag, so Denecke. Doch das Unternehmen scheint genau gegenläufige Planungen zu haben. „Absolut bedenklich ist, dass UPM, das 4000 Mitarbeiter im Bundesgebiet beschäftigt, ganz aus dem Flächentarifvertrag aussteigen will. Die Ankündigung hat uns völlig überrascht, zumal UPM ein starker Sozialpartner im Arbeitgeberverband war“, so die stellvertretende Landesvorsitzende weiter.

Patrick Odenthal, Betriebsratsvorsitzender am Standort Hürth: „Grundsätzlich ist UPM ein guter Arbeitgeber mit guten Arbeitsbedingungen. Die Leistungen, wie Tariferhöhungen, erfolgten in der Vergangenheit immer auf freiwilliger Basis und blieben allerdings oftmals etwas unter den von der Gewerkschaft ausgehandelten Bedingungen. So arbeite man im Werk Hürth eine Stunde mehr pro Woche als die Betriebe mit gebundenem Tarifvertrag. Ebenso habe ein Mitarbeiter in Hürth etwas weniger Urlaub als tariflich festgelegt.

Denecke: „Die Beschäftigten am Standort Hürth haben es verdient, endlich zu fairen Bedingungen beschäftigt zu werden. Dafür setzen wir uns ein.“

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