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Luxemburger Straße: Generalkonsulat will nach Köln

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Das türkische Generalkonsulat an der Luxemburger Straße. Foto: Birgit Lehmann
Der rund 100 Jahre alte Altbau an der Luxemburger Straße in Hürth soll verkauft werden. Derzeit ist das türkische Konsulat noch dort untergebracht. Das Gebäude weist zahlreiche Mängel auf. Das Konsulat will nun nach Köln ziehen.  Von
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Das Gebäude, in dem das türkische Generalkonsulat an der Luxemburger Straße untergebracht ist, soll verkauft werden. Der 1901 errichtete Komplex, der einstmals das Hürther Rathaus beherbergte, sei feucht, heißt es. Dazu komme eine veraltete Sicherheitstechnik, eine fehlende Lüftung und ein zu kleiner Wartebereich für die täglich 450 Kunden, die dort zum Beispiel hinkommen, um ihren Pass verlängern zu lassen. Weitere Negativfaktoren im Umfeld sind die fehlenden Parkplätze und der tägliche Stau auf der Luxemburger Straße. Das Generalkonsulat ist zwischenzeitlich in Köln fündig geworden, wie das Generalkonsulat bestätigt. Die Republik Türkei habe bereits ein gut 5000 Quadratmeter großes Grundstück in Braunsfeld an der Stolberger Straße/Ecke Eupener Straße gekauft, auf dem ein neues Generalkonsulat gebaut werden soll. Auch in Hürth habe man sich nach einem Grundstück umgeschaut, aber kein passendes Gelände gefunden. Für den Standort Köln spreche auch, dass sie die „Hauptstadt der türkischen Community in Deutschland“ sei. Alle großen türkischen Verbände und Firmen seien dort beheimatet. Von den 280 000 Türken, die im Regierungsbezirk Köln lebten, seien allein 110 000 in Köln ansässig. In Hürth seien es 3500.


Nichtsdestotrotz sei auch überlegt worden, das alte Generalkonsulat, dass seit 1984 im Besitz der Türkei ist, umzubauen. Doch eine Sanierung, die einen siebenstelligen Betrag gekostet hätte, sei unwirtschaftlich gewesen, weil am Ende die Problemfelder Parkplätze und Luxemburger Straße geblieben wären. Der Standort in Braunsfeld sei dagegen ideal, so das Konsulat. Er könne sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreicht werden. 60 Mitarbeiter werden mit umziehen. Wann mit dem Umbau begonnen wird, ist noch offen. Das Konsulat ist auf der Suche nach einem Architekten für das neue Gebäude. Dann müssten für Genehmigung und Bau nochmals zwei bis drei Jahre gerechnet werden.
Die Hürther Stadtverwaltung ist vom Planungsausschuss beauftragt worden, ein Konzept für das Gelände zu erstellen, es schließt auch das Areal einer ehemaligen Maschinenfabrik mit ein.

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