Hürth
Nachrichten und Bilder aus Hürth

Vorlesen
0 Kommentare

Nach Weihnachten: Bummeln statt umtauschen

Erstellt
Ein Tag nach Weihnachten war der Hürth-Park voll. Foto: Havlicek
Am ersten Tag nach Weihnachten, an dem die Geschäfte wieder geöffnet haben, stürmten viele Menschen aus dem Rhein-Erft-Kreis auf die Einkaufsstraßen oder in die Einkaufszentren. So auch in den Hürth-Park, dessen Parkplätze schon am frühen Vormittag belegt waren.  Von
Drucken per Mail
Hürth

Kurz nachdem die Geschäfte geöffnet wurden, sind fast alle Parkplätze rund um den Hürth-Park belegt. Am ersten Tag nach Weihnachten, an dem die Geschäfte wieder geöffnet haben, stürmen viele Leute die Fußgängerzonen und Einkaufszentren.

Den Hürth-Park beispielsweise. „Unser Kühlschrank ist über die Feiertage vollständig geleert worden“, berichtet Thomas Karl. „Wir haben so gut wie nichts mehr im Haus.“ Der 26-Jährige sitzt auf einer Bank in der Hürther Shoppingmeile und wartet auf seine Freundin Maria Hamacher. Er hat einen Karton neben sich abgestellt, aus dem Lebensmittel quellen, unter anderem Basilikum und Baumkuchen.

Mitbringsel für Silvester

„Das ist unser Grundeinkauf für die nächste Woche“, erklärt die 24-Jährige, die soeben aus einer Drogerie kommt. „Jetzt müssen wir nur noch ein Silvestermitbringsel kaufen.“ Dass sich die Einkaufsgassen stetig füllen, stört das Paar nicht. „Wir hatten befürchtet, es sei noch voller“, sagt der Hürther. „Deswegen sind wir ganz entspannt.“

Drei Generationen im Hürth-Park: Dirk und Susanne Roland mit ihren Kindern Tim und Tom (v.l.) und die Großeltern Loni und Jürgen Rohner.
Drei Generationen im Hürth-Park: Dirk und Susanne Roland mit ihren Kindern Tim und Tom (v.l.) und die Großeltern Loni und Jürgen Rohner.
Foto: Havlicek

Je voller die Geschäfte werden, desto hibbeliger hingegen wird Dirk Roland. „Die Leute meinen ja, es gäbe zwischen den Jahren nichts mehr zu kaufen“, schimpft er, lächelt allerdings dabei. Während seine Frau Susanne und seine Schwiegereltern Jürgen und Loni Rohner durch die Geschäfte streifen passt der Erftstädter auf die Kinder auf. Tim (3) und Tom (1) amüsieren sich prächtig auf der Einkaufsstraße. Wenig später kommt Schwiegervater Jürgen mit einer neuen Uhr aus einem Juwelierladen. „Ich muss schließlich mein Weihnachtsgeld in Umlauf bringen“, sagt er. Susanne Roland hingegen ist noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk. „Das geben wir erst am Wochenende ab“, erklärt die Erftstädterin. „Deshalb habe ich mir nicht den Stress gemacht, es in den Tagen vor Weihnachten auszusuchen.“

Auch wenn mittlerweile kein Parkplatz mehr frei ist und die Warteschlangen an den Kassen immer länger werden, bummelt die zweifache Mutter gelassen durch den Hürth-Park. Schließlich will ein Geschenk für Freunde mit Bedacht ausgesucht sein.

Filialleiter Marko Albert (l.) zeigt Manuela und Frank Günter die glänzende Auslage. Die Kölner genießen ihren freien Tag beim Bummeln.
Filialleiter Marko Albert (l.) zeigt Manuela und Frank Günter die glänzende Auslage. Die Kölner genießen ihren freien Tag beim Bummeln.
Foto: Havlicek

Das scheint nach Meinung von Marko Albert, Filialleiter einer Juwelierkette, der neue Trend zu sein. „Die Menschen sind wählerischer geworden“, erläutert er. Früher sei es öfters vorgekommen, dass ein Kunde ihn darum gebeten habe, „irgendein schönes Weihnachtsgeschenk für 500 Euro“ einzupacken. Albert: „Das waren meist die Geschenke, die nach Weihnachten wieder umgetauscht wurden.“ In diesem Jahr werde anscheinend wenig umgetauscht, so seine Beobachtung, „weil offenbar die Geschenke besser ausgesucht wurden.“ Also heißt es am Tag nach Weihnachten für die meisten: bummeln statt umtauschen.

Frank und Manuela Günter aus Köln kommen nicht in die Verlegenheit, ein unpassendes Geschenk gekauft zu haben. „Wir schenken uns nichts, stattdessen gehen wir heute gemeinsam shoppen.“ Mit Hündin Emma bummeln sie an den blinkenden Auslagen eines Juweliers vorbei und bleiben stehen. Ohrringe haben es der Kölnerin angetan.

Sarah Kirsch (r.) und Schwester Laura haben in einem Modegeschäft den Wunschschmuck gefunden. Danach geht es zum Imbiss.
Sarah Kirsch (r.) und Schwester Laura haben in einem Modegeschäft den Wunschschmuck gefunden. Danach geht es zum Imbiss.
Foto: Havlicek

Ihre Wunschohrringe hat die Brühlerin Sarah Kirsch (25) bereits in der Tasche. Sie sind ein Geschenk ihrer Freundin. Aber auch die Ohrringe haben an Heiligabend nicht unter dem Tannenbaum gelegen. Sarah Kirsch hat sich die Schmuckstücke gerade mit Schwester Laura in einem Modegeschäft ausgesucht – und ihre Freundin hat das Portemonnaie gezückt. Damit alle etwas von dem Ausflug in den Hürth-Park haben, gesellen sie sich zu einer Currywurstbude, um in Ruhe zu essen – wie Hunderte andere Bummler .

Facebook & Twitter

Über die lokalen Nachrichten des „Kölner Stadt-Anzeiger“ aus dem Rhein-Erft-Kreis halten wir Sie auch bei Facebook auf dem Laufenden. Einfach www.facebook.com/ksta.rhein.erft aufrufen und „gefällt mir“ klicken. Auf Twitter finden Sie uns hier: twitter.com/ksta_erft

Auch interessant
FACEBOOK
Kleinanzeigen