Wegen Überfüllung geschlossen. Das Wachpersonal im Wallraf-Richartz-Museum – Fondation Corboud musste am Freitag mehrmals die Eingangstüren schließen, der Andrang der Besucher war einfach zu groß. Am Sonntagabend endet die Sonderausstellung „1912 – Mission Moderne“ mit einem Besucherrekord. „Wir werden wohl die 170 000 erreichen“, prognostiziert Stefan Swertz, Pressesprecher des Wallraf.
Foto: stefan worring
„Nein, nur noch bis Sonntag 20 Uhr“, wer gerade Zeit hat, ans Telefon in der Pförtnerloge zu gehen, muss den Anrufern mitteilen, dass es keine Verlängerung geben wird. Stattdessen sind schon Mitarbeiter der Transportfirma gekommen, um letzte Absprachen zu treffen. Karin Ditzer, bei der Spedition Brandl zuständig für die Museumslogistik, bestätigt noch einmal, dass die Transportkisten Montag ab 8 Uhr angeliefert und vor den Kunstwerken aufgestellt werden. Ab Mittwoch werden die Kuriere aus aller Welt anreisen und ihre Schätze wieder einsammeln, bis dahin sind die Behältnisse akklimatisiert.
Andreas Breuer ist überall. Der Wachleiter im Wallraf hat das Sicherheitspersonal auf 40 aufgestockt, „einige musste ich von der Familie wegholen“. Dafür ist die Stimmung recht entspannt, was auch daran liegt, dass die Wartenden – ob in der Schlange vorm Haus, vor der Garderobe oder dann noch mal im Treppenhaus – keinen Stress machen. In die Ausstellungsräumen im dritten Stock werden jeweils nur 250 bis 300 Leute gelassen, sonst ist das Wiedersehen mit den zahlreichen Klassikern der Moderne auch kein Vergnügen. „Mission Moderne“ ist eine Rekonstruktion der legendären Sonderbundausstellung aus dem Jahr 1912 – und nur in Köln zu sehen. Aber nur bis Sonntag, 20 Uhr.


