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Heumarkt: Vom Verkehrsknoten weit entfernt

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Ministerbesuch auf der Baustelle: NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) ließ sich im Juli die neue U-Bahn-Haltestelle Heumarkt zeigen. Die Gerüste sind mittlerweile verschwunden. Foto: Uwe Weiser
Die U-Bahn-Station Heumarkt wird im Dezember eröffnet. Auch an den anderen U-Bahn-Baustellen schreiten die Arbeiten zügig voran. Doch ob hier irgendwann tatsächlich eine Ost-West-Bahn fährt, ist momentan eher unwahrscheinlich.  Von
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Die Gerüste sind verschwunden, die Rolltreppen und Aufzüge eingebaut, die restlichen Arbeiten der neuen U-Bahn-Haltestelle Heumarkt laufen auf Hochtouren. Am 15. Dezember sollen hier die ersten Züge der Linie 5 halten.

Doch von einem Verkehrsknotenpunkt ist die „Kathedrale“, wie die Kölner den neuen Bahnhof laut Kölner Verkehrs-Betriebe bereits bezeichnen, noch weit entfernt. Die Stadtbahn wird aus Richtung Rathaus kommend nur in der Weströhre bis zum Heumarkt und von dort wieder zurückfahren. Wann die Nord-Süd-Verbindung komplett in Betrieb gehen wird, kann angesichts der aufwendigen Beweissicherungsverfahren nach den Einsturz des Stadtarchivs am 3. März 2009 keiner sagen.

Ob auf der Ost-West-Ebene, auf der eine ellipsenförmige gläserne Ladenzeile untergebracht ist, die im ersten Quartal 2014 eröffnet wird, jemals Züge fahren werden, ist wenig wahrscheinlich. Eine Ost-West-U-Bahn ist bisher nur Wunschdenken. Zurück zur Wirklichkeit: Auch an den anderen U-Bahn-Baustellen schreiten die Arbeiten zügig voran.

Die Zukünftige U-Bahn-Station Heumarkt Foto: All rights reserved by HHVISION

KURT-HACKENBERG-PLATZ

Ende September soll hier „der vorläufige Endzustand“ erreicht sein. Die Platzfläche wird in dieser Woche asphaltiert, vor der Philharmonie danach noch ein neues Pflaster verlegt. Mit den weiteren Bauarbeiten, die die Dom-Umgebung betreffen, „haben wir dann nichts mehr zu tun“, sagt KVB-Sprecherin Gudrun Meyer. Man habe sichergestellt, dass sich U-Bahn-Bau und das Bauprojekt am Dom nicht gegenseitig blockieren.

HALTESTELLE SEVERINSTRASSE

Ende September sollen auch hier alle Straßenarbeiten abgeschlossen sein. Die neue oberirdische Haltestelle der Linien 3 und 4 im Schatten der Severinsbrücke wird wie geplant im Dezember 2013 zum Fahrplanwechsel in Betrieb gehen.

HALTESTELLE KARTÄUSERHOF

Derzeit werden die Glasfassaden montiert und die Elektrotechnik installiert. Die Station wird Mitte 2014 fertiggestellt sein.

HALTESTELLE CHLODWIGPLATZ

Der Innenausbau ist nahezu abgeschlossen, die Fahrtreppen und Aufzüge sind montiert. Wie der Kartäuserhof soll das Bauwerk im Laufe des Jahres 2014 in einem betriebsfähigen Zustand sein. Hier wird die Verknüpfung mit den Ring-Linien hergestellt.

HALTESTELLE BONNER WALL

Für die letzte unterirdische Station in südlicher Richtung gilt das Gleiche. Der Ausbau einschließlich der Fahrtreppen läuft.

Mehr dazu

Ob es gelingen kann, den südlichen Abschnitt der neuen Stadtbahn doch früher als Mitte 2016 in Betrieb zu nehmen, hängt davon ab, wie schnell das Planfeststellungsverfahren zum Bau einer neuen Wendeanlage in Rodenkirchen beschleunigt werden kann. Die ist für die Teilinbetriebnahme der Strecke mit einer Linie 17 erforderlich, die der Rat völlig überraschend im Frühjahr beschlossen hatte. Sie wird rund fünf Millionen Euro kosten.

Außerdem muss am Bonner Wall, bevor die Stadtbahn in den Tunnel eintaucht, ein Gleiswechsel eingebaut werden, damit beide Tunnelröhren bis zur Haltestelle Severinstraße genutzt werden können. Ein KVB-Vertreter hat im Hauptausschuss des Stadtrats zugesichert, man sei bemüht, das Verfahren zu beschleunigen. Der Teilbetrieb ist umstritten: Laut Verwaltung kostet er 31,8 Millionen Euro binnen vier Jahren. Führe die U-Bahn nicht, fielen pro Jahr 1,7 Millionen Euro für Bewachung und Instandhaltung der Haltestellen und Tunnel an.

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