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NS-Dokumentationszentrum: Festakt nach erfolgreicher Erweiterung

Ein Ort zur Erinnerung und zum Lernen ist das EL-DE-Haus, zur Einweihung des Erweiterungsbaus kamen zahlreiche Gäste. Foto: Max Grönert
Rund 100 Gäste haben am Sonntagabend die Erweiterung des NS-Dokumentationszentrums gefeiert. Auch Zeitzeugen, die den damaligen Sitz der Kölner Gestapo noch aus eigener schrecklicher Erfahrung kannten, waren anwesend.  Von
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Die am Sonntagabend gefeierte Erweiterung des NS-Dokumentationszentrums im EL-DE-Haus am Appellhofplatz ist der bisher wohl bedeutendste Schritt in der Entwicklung der 1988 gegründeten Einrichtung.

Direktor Werner Jung sprach von einem „großen Wurf“ und einem „fantastischen Fortschritt“ für die Einrichtung, die als Kombination von Gedenkstätte, Bildungsstätte und Lernort einer Kommune bundesweit einzigartig ist. Mehrere Hundert Gäste kamen zu der Eröffnung, darunter auch Zeitzeugen, die das EL-DE-Haus als den Sitz der Kölner Gestapo von 1935 bis 1945 noch aus eigener schrecklicher Erfahrung kannten. In den Kellern des Gebäudes wurden unliebsame Personen genauso wie Gegner des nationalsozialistischen Unrechtssystems verhört und gefoltert. An den Galgen im Hinterhof starben manchmal mehr als 100 Menschen an einem einzigen Tag.

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Zur Eröffnungsfeier kam auch Oberbürgermeister Jürgen Roters, der in seiner Zeit als Kölner Regierungspräsident die Rehabilitierung der „Edelweißpiraten“ als einer widerständigen Jugendgruppe in der NS-Zeit durchgesetzt hatte. Außer Roters und Direktor Werner Jung, der der Stadt für ihr Engagement dankte, trat Peter Liebermann, der Vorsitzende des Vereins EL-De-Haus, an das Rednerpult. Der Verein hatte die Einrichtung von Anfang an selbstständig begleitet. Das musikalische Programm bestritten das Markus Reinhardt Ensemble, Rolly Brings, das Duo Kontrasax und Epstein's Klezmer-Tov.

Festakt zur Erweiterung des NS-Dok

Umbau und Erweiterung des NS-Dokumentationszentrum kosteten rund 700 000 Euro. Den Grundstock dafür lieferte ein Beschluss des Rates. Die Einrichtung eines neuen „Geschichtslabors“, in dem Schüler anhand konkreter Gegenstände aus der NS-Zeit spielerisch mehr über die Lebensbedingungen von Jugendlichen in dieser Zeit erfahren können, wurde dagegen überwiegend durch Spenden finanziert.

Dazu hatten prominente Kölner wie Renan Demirkan, Günter Wallraff, Vertreter der Kirchen und der Herausgeber des „Kölner Stadt-Anzeiger“, Alfred Neven DuMont, aufgerufen. Die Bethe-Stiftung verdoppelte das Sammlungsergebnis.

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