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Archäologische Zone: Architekt fordert Ende der Grabung

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Seit vielen Jahren eine Problemzone: das Grabungsgelände auf dem Rathausplatz. Foto: Stefan Worring
Einem Bericht des Landschaftsverbands Rheinland zufolge weist das Projekt „Archäologische Zone/ Jüdisches Museum“ erhebliche Mängel auf. Vor allem die Anforderungen an die Statik und die Grabungen auf dem Rathausvorplatz sorgen für Unwägbarkeiten.  Von
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Das Projekt „Archäologische Zone/ Jüdisches Museum“ weist aus Sicht des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) „nach wie vor bisher ungelöste Probleme“ auf. Dies betrifft insbesondere die Anforderungen an die Statik, die nicht abgeschlossene Grabung auf dem Rathausvorplatz und die „fehlende Feinkonzeption“. Einen entsprechenden Bericht legt Dezernentin Milena Karabaic heute dem Kulturausschuss des LVR vor.

Das Papier fasst unter anderem Ergebnisse eines Arbeitstreffens von LVR und Stadt Köln im Januar zusammen. Bei der Diskussion des Sachstands traten dabei Differenzen offen zutage. Wie Museumsarchitekt Wolfgang Lorch ausführte, hält er die Kostenberechnung von 2011 zwar noch für zutreffend, allerdings könnten durch eine neue Statik – insbesondere im Bereich der Renaissancelaube – Mehrkosten entstehen.

„Projektstruktur stark verbesserungsbedürftig“

In seinem Förderbescheid hatte das Land eine Denkmal-verträgliche Gründung des Museums verlangt. Entsprechende Bodenuntersuchungen der Stadt sind noch nicht abgeschlossen. Insgesamt bezeichnete der Architekt die derzeitigen Projektstrukturen als ineffektiv und forderte massiv die Einsetzung einer neuen Projektsteuerung. 71 Jour-fixe-Termine seien „ohne produktives Ergebnis“ geblieben.

Im Gegensatz zum wissenschaftlichen Projektleiter Sven Schütte hält der Architekt auch den Abschluss der Grabungen vor dem Baubeginn für notwendig. Wie die Stadt ausführte, sollen die Grabungen entsprechend dem Baufortschritt aber noch in vier Arealen fortgesetzt werden und noch anderthalb Jahre dauern. Grabungsfunde aus dem 4. Jahrhundert wertete Schütte als Beweis für die Existenz einer jüdischen Gemeinde bereits in der Spätantike.

Diese Interpretation ist umstritten. Wie der Landschaftsverband feststellte, liegt über eine Projektskizze in Form eines Ausstellungsrundganges hinaus derzeit auch noch keine konkrete Feinplanung der einzelnen Ausstellungsbereiche vor.

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Der Eindruck des LVR nach dem Treffen war, dass die Projektstruktur „stark verbesserungsbedürftig“ ist und Planungsfortschritte „nur zeitverzögert zu verzeichnen“ sind. Am heutigen Donnerstag sollen Vertreter des LVR erstmals Einblick in die Grabungsdokumentation und die Konzeptionsunterlagen nehmen dürfen. Danach wird entschieden, wie die Unterlagen dem Landschaftsverband zur Verfügung gestellt werden können.

Eine bei dem Arbeitsgespräch gebildete Arbeitsgruppe „Organisation/Personal/Recht/Finanzen“ hat sich das Ziel gesetzt, bis Mitte Juli eine Rahmenvereinbarung über die Beteiligung des LVR an der Archäologischen Zone vorzulegen. Dazu will sie Einblick in die Planungsunterlagen nehmen. Grundsätzlich stimmt der Landschaftsverband dem Architekten-Entwurf zu, doch hält er vorab „eine sorgfältige Prüfung der Standards und Details für zwingend notwendig“, damit keine Mehrkosten für ihn entstehen. Auch schließt er eine Refinanzierung des Museums über die Miete aus – ein Punkt, an dem die Stadt noch Verhandlungsbedarf sieht.

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