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Archäologische Zone: Bauvorhaben droht teurer zu werden

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Im Untergrund zwischen Rathaus und Museum wird auch nach Relikten aus der jüdischen Vergangenheit Kölns gegraben.  Foto: Michael Bause
Der Bau der Archäologischen Zone mit dem Jüdischen Museum droht deutlich teurer zu werden als erwartet. Zusätzliche Ausgaben drohen vor allem, weil die Statik geändert werden muss und die EU neue Baunormen erlassen hat.  Von
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Köln

Der Bau der Archäologischen Zone mit dem Jüdischen Museum wird voraussichtlich teurer als die bisher angenommenen 51,7 Millionen Euro. Wie aus einem Protokoll der Stadt hervorgeht, enthält die knapp zwei Jahre alte Kostenberechnung der Architekten mehrere Risiken. Zusätzliche Ausgaben drohen vor allem, weil die Statik geändert werden muss und die EU neue Baunormen erlassen hat. Hinzu kommen die allgemeinen Preiserhöhungen. Allein diese dürften sich mit rund zwei Millionen Euro auswirken, sagte ein an den Planungen Beteiligter dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Wie viel Geld das Vorhaben insgesamt erfordern wird, lasse sich noch nicht genau beziffern, sagte Roderich Stumm, Referatsleiter der Kulturverwaltung: „Wir haben die Architekten gebeten, ihre Kostenberechnung zu überprüfen, damit wir nicht in eine Kostenfalle laufen.“ Das Ergebnis soll im kommenden März vorliegen.

Das Land fördert den Museumsbau auf dem Platz vor dem Rathaus mit 14,3 Millionen Euro. Damit ist die Auflage verbunden, bei der Errichtung des Gebäudes möglichst wenig des Kulturgutes im Erdreich zu beschädigen. Um die Ausgrabungen besser schützen zu können, bedürfe es jedoch einer anderen statischen Planung, heißt es in dem städtischen Protokoll. Die Lösung könnte darin bestehen, dass die Tragwerkbauer besonders schlanke Stützpfähle einsetzen, die im Erdreich zusätzlich verankert werden müssen. Dieses Verfahren ist kostspieliger als der ursprünglich vorgesehene Einbau gewöhnlicher Bohrpfähle. „Da ist ein mögliches Risiko“, bestätigt Stumm.

Die Stadt hat den Planungsauftrag nach einem Architektenwettbewerb im Sommer 2008 dem Saarbrücker Büro Wandel Hoefer Lorch erteilt. Damals gab es so gut wie keine Erkenntnisse über den südlichen, zum Wallraf-Richartz-Museum hin gelegenen Teil der Archäologischen Zone. Diesen Abschnitt hätten die Ausgrabungen erst 2012 erfasst, schreibt die Verwaltung. Der Untergrund sei von unterschiedlicher Beschaffenheit. Das erfordere „nunmehr zusätzliche Bodenuntersuchungen“.

Eine seit 2012 geltende Richtlinie der Europäischen Union zur Bausicherheit dürfte weitere Kosten verursachen. Aufgrund der Vorschrift muss in Betonkonstruktionen mehr Stahl eingefügt werden; auch das wird wohl den Gesamtpreis für die Archäologische Zone erhöhen.

Die Änderung der Statik hat nicht nur finanzielle Folgen. Sie könnte obendrein zu Verzögerungen im Zeitplan führen. Es sei fraglich, ob der Museumskomplex wie vorgesehen bis Herbst 2016 fertiggestellt werden kann, heißt es im Rathaus. Es lasse sich nicht einmal sagen, wann die Bauarbeiten beginnen. Nur so viel ist zu hören: „Irgendwann im Jahr 2014.“

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