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Archäologische Zone: Grünen-Fraktion will Grabungsstopp

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Im August 2007 haben die Ausgrabungen auf dem Platz vor dem Rathaus begonnen. Es reicht, findet Grünen-Fraktionsvorsitzende Barbara Moritz – im Gegensatz zu Grabungsleiter Sven Schütte.  Foto: Worring
Grünen-Fraktionschefin Barbara Moritz hat im Ausschuss für Kulturbauten ein Ende der Ausgrabungen auf dem Rathausvorplatz gefordert. Das Tempo, mit dem die Grabung vorangetrieben würde, sei nicht akzeptabel.  Von
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Grünen-Fraktionschefin Barbara Moritz fordert ein Ende der Ausgrabungen auf dem Rathausvorplatz. In der Sitzung des Ausschusses für Kulturbauten hat Moritz ihren Aufruf, die 2007 begonnenen Arbeiten einzustellen, mit Kritik an Grabungsleiter Sven Schütte verbunden.

Dieser hatte angekündigt, der Einsatz seines Teams werde „fast bis zum Schluss“ der Bauarbeiten für das Museum dauern. Sie sei begeistert von der geplanten Archäologischen Zone mit dem Jüdischen Museum, sagte Moritz am Montag. Doch es sei „richtig peinlich“, dass die Grabungsarbeiten noch bis 2016 fortgesetzt werden sollen.

„Das Tempo ist nicht akzeptabel“

Nach Auffassung von Ratspolitikern setzt die Verwaltung das im Rahmen des nordrhein-westfälischen Förderprogramms Regionale 2010 beschlossene Kulturvorhaben nicht schnell genug um. „Das Tempo, mit dem das vorwärtsgeht, ist nicht akzeptabel“, sagte Moritz. Der Stadtrat dürfe keine weiteren Verzögerungen hinnehmen. Irgendwann „ist mit dem Graben Schluss, und dieser Zeitpunkt ist jetzt gekommen“. Der lange Vorlauf nähre zudem die Kritik an dem Museum.

Ausgrabungen - Wie lange noch?

Nahe der mittelalterlichen Synagoge und dem römischen Statthalterpalast haben die Archäologen nach eigener Darstellung 250 000 Funde freigelegt. Das Land will die Ausstellung mit 14,3 Millionen Euro fördern. Indes ist die Zusage an die Bedingung geknüpft, dass die Archäologische Zone bis Ende 2013 vollendet sei muss. Der Ausschuss wollte wissen, ob wegen der Verzögerungen der Verlust der Zuschüsse aus Düsseldorf droht. Das sei nicht zu erwarten, antworte Roderich Stumm für die Kulturverwaltung. Er gehe davon aus, dass das Land „hohes Interesse an dem Projekt“ habe. Für die nächsten Tage sei ein Treffen mit Vertretern der Landesregierung vereinbart, in dem über eine Fristverlängerung gesprochen werde. Jedoch habe die Stadt keinen unbegrenzten Rechtsanspruch auf die Fördergelder, so Stumm.

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„Keine Kontrolle über das Projekt“

Der Landschaftsverband (LVR) hat sich bereiterklärt, den Betrieb des Museums zu übernehmen. Das wird Köln von Millionen-Ausgaben entlasten. Noch aber hakt es in der Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Verband. So ist nach wie vor umstritten, wer die wichtige „Arbeitsgruppe Befund und Konzeption“ leiten wird.
„Wir haben keine Kontrolle über das Projekt“, sagte Moritz. Ausschuss-Chefin Brigitta von Bülow (Grüne) drückte ihre Kritik drastischer aus: Es sei deutlich geworden, dass das Gremium fast schon die Rolle eines Untersuchungsausschusses einnehmen müsse.

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