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Archäologische Zone: Neue Ideen für Kölner Rathausplatz

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Entwurf zur Gestaltung des Rathausvorplatzes – gesehen vom Wallraf-Richartz-Museum 
Zu der Gestaltung des Rathausvorplatzes gibt es viele Ideen und Meinungen. Architekt Peter Busmann hat nun einen Entwurf präsentiert, der nach seiner Berechnung Kosten spart und gleichzeitig die Geschichte des Ortes erhält.  Von
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Köln

Er wolle seine Zeichnung als „Denkanstoß“ verstanden wissen, als „einen Vorschlag zur Güte“, sagte der Architekt Peter Busmann. Die auf die Schnelle gefertigte Skizze zeigt, wie sich der Planer den Rathausvorplatz vorstellen kann; jene Fläche, auf der die Archäologische Zone mit dem Jüdischen Museum errichtet werden soll. Busmann wünscht sich den Erhalt des Platzes – mit einer Gestaltung, die der Geschichte dieses Ortes angemessen sein müsse.

Sollte das Jüdische Museum gebaut werden?

Die Idee Busmanns: Die freigelegte mittelalterliche Synagoge soll wieder aufbebaut und mit einem Glaskasten geschützt werden. Das jüdische Bad, die Mikwe, soll ebenfalls einen Aufbau erhalten. Die Glaskonstruktionen ermöglichten einen Einblick in die Ausgrabungszone. Für die Ausstellung weiterer Funde und Sammlungsgegenstrände aus Kölns jüdischer Vergangenheit könne die Stadt den ehemaligen Ratskeller unter dem Rathaus herrichten.

Busmann stellte seine Gedanken am Donnerstag im Hotel Chelsea vor. Dessen Inhaber Werner Peters und weitere Vertreter der Initiative Mut zu Verzicht hatten zu einer Pressekonferenz geladen. Seit dem Start der Aktion, die eine Planungspause für die Archäologische Zone und weitere städtische Bauvorhaben fordert, haben annähernd 2300 Menschen den Internet-Aufruf unterzeichnet.

Vergleich mit Denkmal zur Bücherverbrennung

Nach Auffassung Busmann verdiene der Platz vor dem Rathaus „höchste Qualität“. Als Beispiel nannte er das Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung, das der in Israel geborene Künstler Mischa Ullmann auf dem Bebelplatz in Berlin geschaffen hat: ein in den Platz eingelassener, mit einer Glasplatte bedeckter Raum, in dem leere Bücherregale für 20 000 Bände stehen.

Er sehe seinen Vorschlag keinesfalls als Kritik an dem preisgekrönten mehr als 50 Millionen Euro teuren Entwurf des Saarbrücker Büros Wandel Hoefer Lorch, sagte Busmann. Indes habe die Stadt die ursprüngliche Gebäudegröße bereits verringert. Diese „Amputation des Konzeptes“ mache das zunächst auch als Begegnungsstätte geplante Haus und Museum der Jüdischen Kultur zu einem reinen Ausstellungsort, so Busmann, der mit Godfrid Haberer das Museum Ludwig und die Philharmonie entworfen hat. „Ein totes Museum hat nichts mit dem zu tun, was ursprünglich an dieser Stelle geplant war“, sagte Jörg Jung, dessen Initiative Mut zu Kultur das erfolgreiche Bürgerbegehren gegen den Abbruch des Schauspielhauses organisiert hatte. Gleichwohl befürworte er den Museumsbau auf dem Rathausvorplatz.

Die Initiatoren der Protestaktion, darunter der Hörbuchverleger Walter Pütz von der AG Arsch Huh und Frank Deja von der Bürgerplattform Köln kann auch anders, halten es dagegen angesichts der städtischen Finanzkrise für „verantwortungslos, ein neues Museum, ein neues Stadtarchiv und andere Großprojekte zu beschließen und unbeirrt weiterzuverfolgen“.

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