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Bahnhof Deutz: Unfallgefahr am Ottoplatz

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Der Überweg zum Deutzer Bahnhof ist gesperrt. Viele Fußgänger gehen trotz Absperrung über die Opladener Straße. Foto: Peter Rakoczy
Wer als Fußgänger zum Bahnhof Deutz möchte, muss Umwege in Kauf nehmen. Wegen Umbauarbeiten ist der Überweg gesperrt und die Ampeln abgebaut. Viele Fußgänger laufen dennoch über die stark befahrene Opladener Straße - und gefährden sich selbst.  Von
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Köln

Das Ziel schon vor Augen und doch so weit weg: Vor dem Bahnhof Deutz gibt es seit vergangenem Sonntag keine Fußgänger-Querung mehr über die stark befahrene vierspurige Opladener Straße. Die Verwaltung hat die Fußgängerampeln abgebaut. Noch schnell den Zug erwischen, das ist für Bahnreisende nun nicht mehr ohne weiteres möglich, daran hindern Absperrungen und Verbotsschilder, die im Zuge der Umgestaltung des Ottoplatzes am früheren Übergang in Höhe der Neuhöfferstraße aufgestellt worden sind.

Der nächste Überweg ist zwar ausgeschildert, aber mehr als 100 Meter weiter an der Hermann-Pünder-Straße – zu weit für viele Fußgänger. „Die Leute stehen gegenüber dem Bahnhof, rätseln, wie sie über die Straße kommen und gehen dann irgendwann einfach quer durch die Baustelle“, hat Anwohner Markus Lauber beobachtet. Das sei gefährlich, denn die Verkehrssituation auf der Opladener Straße sei wegen der Umbauarbeiten unübersichtlich. Lauber fordert, den Überweg wieder in Betrieb zu nehmen. „Er war die Verbindung vom Bahnhof zur wichtigsten Achse ins Deutzer Zentrum, der Neuhöfferstraße“, begründet er.

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Die Verwaltung hält die Einwände Laubers für „zweifellos richtig“, sagt Diemar Reddel vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik. Nach der Sperrung des Überwegs „haben die Fußgänger nicht das getan, was wir erwartet haben“, räumt er ein. Denn kaum jemand folge den Hinweisschildern zur nächsten sicheren Querung. „Viele suchen sich eigene Wege, schieben die Absperrungen zur Seite oder gehen darum herum“, sagt Reddel. „Damit bringen sie sich und andere in Gefahr.“ Der Überweg habe aber geschlossen werden müssen, da er mitten im Baufeld liege. Reddel verspricht jedoch eine schnelle Entschärfung der Situation: „In der kommenden Woche werden wir eine neue Querung einrichten.“ Die soll von dem gerade geschlossenen Überweg aus gesehen etwa 20 Meter weiter Richtung Stadthaus entstehen. Sie wird wie schon der alte Übergang mit einer provisorischen Ampel ausgestattet.

Die gesamte Umgestaltung des Ottoplatzes dauert voraussichtlich noch das ganze Jahr über, sagt Reddel. Das Vorhaben koste zwischen vier und fünf Millionen Euro. Davon trägt das Land NRW etwa 1,6 Millionen Euro.

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