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Holzbrücke: Die ewige Brücke am Aachener Weiher

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Die Brücke am Aachener Weiher Foto: Christoph Hennes
Bei der neuen Holzbrücke am Aachener Weiher ist bislang so gut wie alles schief gelaufen, was nur schieflaufen kann. Vor zwei Jahren wurde die 30 Jahre alte, morsche Holzbrücke abgerissen. Dass ein Neubau notwendig ist, war aber schon seit 2003 klar.  Von 
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Köln

Im Herbst wird die neue Holzbrücke am Aachener. . . oder – Halt, anders: Wenn alles glatt läuft; wenn die Baufirma sauber und schnell arbeitet, dann könnte eventuell die neue Holzbrücke am Aachener Weiher vielleicht unter Umständen im Herbst fertiggestellt sein. Sagt die Stadtverwaltung. So mancher dürfte da allerdings seine Zweifel haben. Denn bislang ist bei dem Bauprojekt so gut wie alles schief gelaufen, was nur schieflaufen konnte. Während die Stadt zurzeit für Millionenbeträge ihre großen Rheinbrücken aufwendig sanieren lässt, tut sich an dem kleinen Fußgängerüberweg vor dem Museum für Ostasiatische Kunst seit Jahren: nichts. Beziehungsweise: fast nichts.

Vor zwei Jahren wurde die 30 Jahre alte, morsche Holzbrücke abgerissen. Dass ein Neubau notwendig ist, war aber schon seit 2003 klar. Seitdem wurde geplant, diskutiert, gestritten, ausgeschrieben, entworfen, in Auftrag gegeben, gebaut, innegehalten, wieder diskutiert, noch mal gestritten und erneut geplant. Und jetzt, zehn Jahre später, wähnt sich die Stadtverwaltung endgültig auf der Zielgeraden.

Sie hat der ursprünglich beauftragten Holzfirma das Projekt inzwischen entzogen. Das Unternehmen hatte schon mit einem Neubau begonnen. Aber ein Gutachter stellte noch vor der Fertigstellung teils gravierende Mängel fest. Die ersten Bohlen hatten sich kurz nach dem Einbau verzogen, offenbar weil sie feucht montiert worden waren.

Der Aufforderung der Stadt, die mangelhafte Konstruktion wieder abzureißen, ist die Firma noch nicht nachgekommen, das hölzerne Gerippe auf Beton fault seit eineinhalb Jahren vor sich hin. Notfalls will die Stadt vor Gericht ziehen. Aber der Auftrag soll in den nächsten Wochen dennoch neu ausgeschrieben werden. „Eigentlich wollten wir das schon vor Weihnachten machen“, sagt Gerd Neweling, Leiter des Amts für Brücken und Stadtbahnbau. Aber weil die Kosten im Vergleich zum früheren Entwurf um zehn Prozent gestiegen seien, müsse dem Verkehrsausschuss nun erst einmal eine sogenannte Kostenerhöhungsvorlage zur Abstimmung vorgelegt werden. Sind die Ausschussmitglieder einverstanden, haben Fachfirmen einige Monate Zeit, sich um den Auftrag zu bewerben. Der günstigste Anbieter erhält den Zuschlag. Etwa 200 000 Euro will die Stadt für die neue Betonbrücke mit Holzbelag ausgeben.

„Im Sommer, vielleicht schon im Frühsommer, können wir den Bauauftrag erteilen“, hofft Neweling. Im Herbst könne der Überweg dann stehen. Das sei „durchaus realistisch“.

Bis dahin werden Fußgänger, Jogger und Radfahrer weiterhin auf der blechernen Behelfsbrücke um das Holzgerippe geführt. Für diese Notlösung überweist die Stadt monatlich 760 Euro an eine Gerüstbaufirma. Wenn alles läuft wie geplant, nur noch bis zum Herbst.

AUTOR
Tim Stinauer
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