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Justizzentrum: Gerichtspräsident für Neubau

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Noch an der Luxemburger Straße: Das Kölner Justizzentrum.  Foto: Grönert
Das alte Justizzentrums an der Luxemburger Straße ist marode. Der Präsident des Kölner Amtsgerichts sprach sich jetzt für einen Neubau aus, eventuell in der Südstadt. Außerdem sei die Zahl der Familienverfahren deutlich gestiegen.  Von
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Köln

„Ich begrüße die Idee“, sagt Hans-Willi Laumen, Präsident des Kölner Amtsgerichts, zum Vorhaben, an anderer Stelle ein neues Justizzentrum zu bauen. Im Gespräch ist ein Gelände in der Südstadt. Den Baukomplex an der Luxemburger Straße, in dem Amts-, Landgericht und Staatsanwaltschaft untergebracht sind, bei laufendem Betrieb zu sanieren, wäre viel zu teuer, ist Laumen überzeugt. Dass etwas getan werden muss, steht für ihn außer Frage. Als Beispiel für den maroden Zustand des Hochhauses erwähnt er, dass in manchen Richterzimmern die Fensterrahmen so schadhaft seien, dass sie hätten zugeklebt werden müssen. Und die Raumnot sei groß. Es gebe Überlegungen, ob sich demnächst zwei Richter ein Büro teilen.

Ein – größerer – Neubau hätte auch den Vorteil, dass alle Mitarbeiter des Amtsgerichts unter einem Dach vereinigt werden könnten. Zurzeit sind in der Behörde 620 Frauen und 274 Männer beschäftigt, die Mehrzahl im Justizzentrum an der Luxemburger Straße, aber immerhin 250 in der Nebenstelle am Reichenspergerplatz. 152 Richter zählen zum Personal, davon sind 81 Frauen. Das Richteramt ist bei Frauen deshalb so beliebt, weil es die Möglichkeit halber Stellen bietet und damit mehr Zeit für die Mutterschaft.

Mehr Familienverfahren

Die Zahl der neu begonnenen Familienverfahren ist am Kölner Amtsgericht deutlich gestiegen, im Vergleich zu 2011 hochgerechnet auf rund 13 230 in diesem Jahr, das bedeutet eine Steigerung um beinahe 20 Prozent. Erledigt werden können bis Ende 2012 schätzungsweise 13 750 familienrechtliche Verfahren – ebenfalls ein Anstieg um circa 20 Prozent. Dagegen sind ungefähr gleich viele Zivil- und Strafverfahren eingegangen und erledigt worden wie im Vorjahr, um die 55 500 beziehungsweise 56 500. Den Anstieg beim Familiengericht erklärt Laumen unter anderem damit, dass die Behörde inzwischen auch für Gewaltschutzsachen zuständig ist. Mehr zu tun habe sie auch wegen Entscheidungen des Bundesgerichtshofs und des Europäischen Gerichtshofs zum Sorgerecht für nichteheliche Väter.

Die Zahl neu eingeleiteter Verbraucherinsolvenzverfahren ist in der Prognose für das gesamte Jahr 2012 leicht rückläufig, bleibt nach einem stetigen Anstieg in den vergangenen Jahren aber auf hohem Niveau, mit 3369 Anträgen. Jährlich gehen beim Amtsgericht etwa 9500 Mietsachen ein. In letzter Zeit nähmen Streitigkeiten zwischen Energielieferanten und Stromkunden zu, berichten Mietrechtsexperten des Amtsgerichts. Immer mehr Menschen seien wirtschaftlich nicht in der Lage, die Rechnungen zu zahlen. Dieser Trend werde wegen der steigenden Energiekosten anhalten.

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