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KVB: 27-Jährige gerät unter Bahn

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Der Fußgängerüberweg an der Luxemburger Straße: Hier kam eine 27-Jährige unter die Bahn. Foto: Stinauer
Eine 27 Jahre alte Frau ist am Donnerstag am Fußgängerüberweg auf der Luxemburger Straße unter eine Bahn geraten und lebensgefährlich verletzt worden. Die Frau wurde mit einem Bein unter einer Achse eingeklemmt und einige Meter mitgeschleift.  Von 
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Am Donnerstag ist erneut ein Fußgänger unter eine Straßenbahn geraten. Die 27-Jährige schwebt in Lebensgefahr. Gegen 10.30 Uhr wollte die Frau die Luxemburger Straße vor dem Uni-Center überqueren. Eine stadtauswärts fahrende Bahn der Linie 18 ließ sie noch passieren, aber sie übersah, dass sich zeitgleich ein Zug aus Richtung Klettenberg näherte. Ersten Ermittlungen zufolge soll die Frau eine Rot zeigende Ampel am Fußgängerüberweg missachtet haben. Der Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen.

Die 27-Jährige wurde mit einem Bein unter einer Achse eingeklemmt und einige Meter mitgeschleift. Fast eine halbe Stunde brauchte die Feuerwehr, um die Frau zu befreien. Sie war nicht mehr ansprechbar. "Wir haben hydraulische Geräte eingesetzt, um die Bahn anzuheben", schilderte Feuerwehrsprecher Jens Müller. Die Rettungskräfte zogen die Frau unter dem Wagen hervor und brachten sie in eine Klinik. Auch der Bahnfahrer und zwei Augenzeugen wurden mit Schocks in Krankenhäuser eingeliefert. Während die Polizei die Unfallspuren sicherte, blockierte die Straßenbahn die Kreuzung Luxemburger Straße/Universitätsstraße. Der Verkehr wurde umgeleitet.

141 Unfälle mit Straßenbahnen

Erst vor zwei Wochen hatte die Polizei die Unfallzahlen von 2012 offengelegt. Danach wurden voriges Jahr in Köln bei 141 Unfällen mit Straßenbahnen 29 Menschen schwer verletzt - das ist nicht ungewöhnlich viel, die Zahlen liegen im Mittel der vergangenen Jahre. Allerdings sind neun Menschen bei Zusammenstößen mit Straßenbahnen gestorben - so viele wie seit mehr als zehn Jahren nicht. Polizei und KVB wollen in diesem Jahr dagegensteuern, bei gemeinsamen Testfahrten Unfallschwerpunkte ausmachen und Lösungen überlegen.

In keinem Fall habe ein Bahnfahrer Schuld an einem tödlichen Unfall gehabt, berichtete Helmut Simon, Leiter der Verkehrsdirektion. Auch sei die Beschilderung und die Ampelführung an keiner Unfallstelle zu beanstanden gewesen. "Alle Menschen starben, weil sie einen individuellen Fehler begangen haben", sagte Simon.

Die Ärzte haben noch Hoffnung, das Leben der 27-Jährigen retten zu können.

AUTOR
Tim Stinauer
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