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Landschaftsverband: Streit um Archäologische Zone

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Seit vielen Jahren eine Problemzone: das Grabungsgelände auf dem Rathausplatz. Foto: Stefan Worring
Die Stadt will das Jüdische Museum erbauen, und der Landschaftsverband Rheinland will es betreiben. Doch viel weiter reicht die Einigkeit zwischen beiden Parteien offenbar nicht. Selbst über das Kopieren von Grabungsunterlagen gibt es Streit.  Von
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Zwischen der Stadt Köln und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) knirscht es noch immer gewaltig im Getriebe, wenn es um die Archäologische Zone und das Jüdische Museum geht. Die Stadt will das Museum erbauen, und der LVR will es betreiben. Aber nicht einmal die Ergebnisse gemeinsamer Arbeitstreffen werden von den Partnern gleich beurteilt. In einem Sachstandsbericht, der auf ein Fachtreffen zu dem gemeinsamen Projekt im Januar einging, hatte LVR-Kulturdezernentin Milena Karabaic festgehalten: "Im Gegensatz zum wissenschaftlichen Projektleiter hält der Architekt den Abschluss der Grabung für den Baubeginn für notwendig."

Dem widersprach Architekt Wolfgang Lorch, der den Bau im Auftrag der Stadt plant, jetzt in einem Schreiben an Projektleiter Sven Schütte. Darin hieß es: Der Darstellung, "dass Grabung und Errichtung der Architektur in ihrer Umsetzung aufeinander erfolgen müssen, möchte ich widersprechen. Die Planung basierte immer auf einer verzahnten Realisierung, wobei Archäologie und Architektur in enger Abstimmung in Teilen parallel erfolgen."

Zweifel an dem Projekt

Der LVR beharrte dagegen auf seiner Darstellung: "Der Bericht hat das abgebildet, was verstanden worden ist und wie es aufgefasst worden ist." Dies gelte auch, wenn die Sachlage von den Akteuren unterschiedlich beurteilt werde oder im Nachhinein gerne anders gesehen würde. Ein Tonband sei bei dem Treffen nicht mitgelaufen.

Bei der Vorstellung des Berichts im Kulturausschuss des LVR erklärte die CDU, sie sehe sich dadurch in ihren Zweifeln an dem Projekt bestätigt. Andere vermissten eine Bewertung durch eigene Archäologen des Landschaftsverbands und Aussagen zu eventuellen Mehrkosten.

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Kulturdezernentin Karabaic erklärte, es komme jetzt darauf an, die Rollen der Teilnehmer in dem Projekt festzulegen und Klarheit in die Unterlagen zu bringen. Dies sei die Grundlage für weitere Entscheidungen. Wegen der Wichtigkeit des Themas soll der Fortgang der Verhandlungen über die Archäologische Zone ab sofort ständiger Tagesordnungspunkt im Kulturausschuss des LVR sein.

Bei einer ersten Besichtigung der Grabungsunterlagen fanden Vertreter diese am Donnerstag in "standardmäßigem" Zustand vor. Jetzt soll entschieden werden, was davon der LVR für seine Planungen braucht und in welcher Form es übermittelt werden kann. Bei dem Arbeitstreffen im Januar war Projektleiter Schütte nach Angaben des LVR davon ausgegangen, dass für das Kopieren etwa sieben Wochen Zeit benötigt würden. Die Kosten von 20 000 Euro müsse der Landschaftsverband übernehmen. Bei einer anderen Gelegenheit hatte Schütte im Kölner Rathaus erklärt, dass die Unterlagen 24 000 Seiten oder elf Umzugskartons umfassten.

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