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Luxuswohnungen: Baustellen-Party im Gerling-Quartier

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Die Wohnungen im Hochhaus werden erst 2014 bezugsfertig. Foto: Grönert
Auf Baubrettern und hinter Staubschutz-Folien haben Interessenten und potentielle Käufer von Luxuswohnungen im Gerling-Quartier gefeiert. Die Hälfte der Wohnungen ist bereits verkauft, der Zeitplan soll eingehalten werden.  Von
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Köln

Die erste Party hat schon stattgefunden. Im elften Stock des Gerling-Hochhauses, hinter Staubschutz-Folien, zwischen Stahlträgern, abgeplatztem Beton, auf provisorischen Baubrettern. Egal. 75 Käufer und potenzielle Interessenten der Luxuswohnungen genossen den spektakulären Blick auf den Dom und St. Gereon. „Dazu haben wir eigens zwei Sichtfenster in die Folie geschnitten. Diese Aussicht in der Abenddämmerung. Das hat schon was.“ Oberbauleiter Ralf Haarmann (55) gerät für einen kurzen Moment ins Schwärmen.

Doch schnell kehrt er zum Geschäft zurück. „Die Bausubstanz der alten Gebäude des Gerling-Quartiers sei sehr viel schlechter als erwartet. Man dürfe „dem Herrn Gerling“ deshalb keinen Vorwurf machen. „Es gab damals einfach nichts Besseres.“ 85 Prozent der mit Beton ummantelten Stahlträger habe man freilegen müssen und fahre jetzt das volle Programm für einen Korrosionsschutz, der von Dauer sei. „Das macht die Sache natürlich nicht billiger.“ Mit 145 Millionen Euro waren die Baukosten für den Nordabschnitt des Quartiers ursprünglich kalkuliert.

Zeitplan soll eingehalten werden

Jetzt werden es wohl zehn Prozent mehr. Allein die Entkernung des Altbestands kostet rund 12,5 Millionen Euro. Rund 40 000 Kubikmeter Schutt seien angefallen. Der Zeitplan werde trotz zusätzlichen Aufwands und des harten Winters nicht in Gefahr geraten. „Wir liegen sechs Wochen zurück. Aber das holen wir wieder raus.“ Rund 225 Arbeiter sind derzeit im Gerling-Quartier tätig, in den kommenden Wochen kommen, wenn der Innenausbau beginnt, noch einmal 65 dazu.

Das ist dringend erforderlich, schließlich ist die Hälfte der rund 145 Wohnungen des ersten Bauabschnitts bereits verkauft. Projektleiter Christian Riener hat den Kunden, die in die Gereonlofts und das Agrippina-Palais investiert haben, zugesichert, dass sie noch im Dezember einziehen können. Spricht man ihn auf die Vermarktung an, kann Riener sich das Schmunzeln nicht verkneifen. Mit Preisen, die beim Hochhaus zwischen 5800 bis 10 000 Euro pro Quadratmeter liegen, sei das Interesse in letzter Zeit ungewöhnlich groß. „Wir haben sie nicht erhöht. Aber der Markt in Köln ist uns sehr entgegengekommen.“ Das Geld für Immobilien sitzt derzeit locker und deshalb sei ihm auch nicht bange, dass die 85 Wohnungen des zweiten Bauabschnitts auch schnell vermarktet sind. „Wir haben bereits jetzt Anfragen für das Haus Magnus.“ Diese Kunden müsse er vertrösten, „weil ich noch nicht ansatzweise sagen kann, wann das Gebäude fertig ist“. Geplant sei, dass der letzte Bauarbeiter das Gerling-Quartier Mitte 2015 verlasse. In Kölns neues Stadtquartier werden bis dahin rund 400 Millionen Euro geflossen sein.

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