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Schulsanierung: Drei Jahre Container statt Schule

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Die Schüler der Klasse 2a sind von sieben Uhr morgens bis 16 Uhr in ihrem Containerzimmer untergebracht. Foto: Schäfer
Fehlende Baupläne und die Schlamperei einer Firma machen die Gemeinschaftsgrundschule Gotenring seit drei Jahren zur Dauer-Baustelle. 360 Schüler müssen in Containern lernen. Wann die Sanierung beendet ist, steht noch nicht fest.  Von
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Deutz

Die Schüler der Klasse 2a verbringen ihren Tag in einem engen Container-Klassenraum. Kurz nach sieben Uhr kommen sie morgens zum Unterricht. Von den Pausen abgesehen, endet der Schultag für sie erst nach dem Ganztagsangebot gegen 16 Uhr. Sie sind hier, weil ihre Gemeinschaftsgrundschule Gotenring saniert wird – seit fast drei Jahren.

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„Diese Kinder wie auch die aus anderen Klassen kennen gar nichts anderes als diese Container und wir sehen kein Ende“, erklärt Markus Rheindorf, Vorsitzender der Schulpflegschaft. Damit nicht genug, ist nicht nur die Gemeinschaftsgrundschule davon betroffen. Eine Katholische Grundschule teilt das Gebäude mit ihr. So sind 360 Schüler, 90 Prozent von ihnen im Ganztag, betroffen. „Die Situation ist unhaltbar“, beklagt sich daher auch die Vorsitzende des Fördervereins der Gemeinschaftsschule, Andrea Struffolino.

Decken zu dünn, kein Brandschutz

Markus Rheindorf und Andrea Struffolino wollen die Baustelle möglichst schnell weg haben.
Markus Rheindorf und Andrea Struffolino wollen die Baustelle möglichst schnell weg haben.
Foto: Schäfer

Als die Bauarbeiten Mitte 2010 begannen, habe es geheißen, nach einem Jahr sei alles vorbei. Es sollten ja nur Fassade, Dach und Fenster erneuert werden. Rheindorf: „Die Gebäudewirtschaft hatte drei Monate Bauzeit für eine der vier Etagen veranschlagt.“ Im dritten Obergeschoss begannen die Probleme. „Das wurde im Krieg zerstört und später schnell wieder aufgebaut“, sagt Rheindorf. Jetzt stellte man fest, dass die Decken zu dünn waren und der Brandschutz nicht gewährleistet ist.

Also musste umgeplant werden. „Was mich aber besonders ärgert: Auch die beauftragten Firmen zeigten kaum Interesse, zügig zu arbeiten“, so Struffolino. Rheindorf wundert sich auch, wie schlampig die Fassadenfirma arbeitete: „Von deren Arbeitern war dann kaum einer mal auf der Baustelle anzutreffen.“ Die Firma sei gefeuert worden.

Ein anderes Ärgernis ist die Sanierung der Turnhalle. Rheindorf: „Es war geplant, den Fußboden innerhalb von zwei, drei Monaten zu erneuern.“ Doch nun könne sie schon seit mehr als einem Jahr nicht genutzt werden. Der Grund: unter dem Boden fanden sich rostige Rohre und Asbest – ein Sanierungsfall. Struffolino: „Jetzt ist der Boden noch nicht versiegelt und die Umkleideräume sind nicht fertig.“

Fertigstellung im Herbst 2013 geplant

Markus Rheindorf und Andrea Struffolino (v.r.) ärgern sich, weil die Kinder so lange auf einer Baustelle lernen müssen.
Markus Rheindorf und Andrea Struffolino (v.r.) ärgern sich, weil die Kinder so lange auf einer Baustelle lernen müssen.
Foto: Schäfer

Uwe Kaven, Sprecher der Gebäudewirtschaft, bedauert die Verzögerungen sehr: „Wir hätten lieber gut durchlaufende Baumaßnahmen.“ Doch dem standen einige Umstände entgegen. Es gebe keine Baupläne, das Gebäude stamme aus dem Jahr 1914. So sei man immer wieder auf Überraschungen gestoßen, bei Rohren, Kabeln oder Asbest. Kaven: „Alte Gebäude sind für uns wie eine Wundertüte.“ Und den Vertrag mit der Fassadenfirma habe man wirklich aufgelöst: „Es vergehen leider Monate, bevor nach einer neuen Ausschreibung die nächste Firma bereit steht.“ Wenn alles gut gehe, sollen die Schulen im Herbst 2013 fertig sein.

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