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Vertragsentwurf: Raumnot im Jüdischen Museum

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Bei der Grabung lässt der neue Projektleiter von Leitungen durchzogene Flächen aussparen – das soll Zeit und Geld sparen.  Foto: Grönert
Es zeichnet sich ab, dass der Raum in dem geplanten Gebäude auf dem Rathausvorplatz nicht ausreicht. Der Entwurf für eine Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Landschaftsverband Rheinland offenbart weitere Unwägbarkeiten.  Von
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Die Stadtverwaltung und der Landschaftsverband Rheinland (LVR) wollen ihre Zusammenarbeit bei der Archäologischen Zone und dem Jüdischen Museum vertraglich regeln. Der am Mittwoch bekanntgewordene Entwurf der Vereinbarung offenbart zugleich die Unwägbarkeiten, mit denen das Vorhaben „von herausragender kulturpolitischer Bedeutung“ behaftet ist. So reichen die Flächen in dem geplanten Gebäude auf dem Rathausvorplatz nicht aus, um alle für ein Museum nötigen Räume unterzubringen. Deshalb muss der LVR als künftiger Betreiber Räumlichkeiten mit einer Gesamtfläche bis zu 800 Quadratmetern in benachbarten Häusern mieten; für Büros, ein Lager, eine Hausmeisterwerkstatt und die Museumspädagogik. Die Stadt muss die Miete für die zusätzlichen Flächen übernehmen. In dem Vertragsentwurf wird ein „jährlicher Pauschalbetrag von maximal 211 000 Euro“ festgelegt.

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Die Stadt zahlt außer den Baukosten, die auf Grundlage des Architekten-Entwurfs mit 51,7 Millionen Euro berechnet wurden, weitere 4,5 Millionen Euro für die Einrichtung des Museums. Ob es bei den veranschlagten Baukosten bleibt, ist jedoch fraglich. Wegen der um einige Jahre zurückliegenden Planungen blieben „wesentliche Details zur Bauausführung und zur Kostenentwicklung offen“, heißt es in einem Papier des LVR. Für die Instandhaltung des Gebäudes sowie die Restaurierung und Pflege der Bodenfunde muss die Stadt auch aufkommen.

Betriebskosten sind unklar

Der Landschaftsverband entwickelt die Konzeption für das Museum, in dem Teile des römischen und mittelalterlichen Kölns gezeigt werden. Dabei will der Verband die „thematischen Schnittstellen“ zu anderen Museen berücksichtigen, zu denen der Stadt Köln wie zu seinen eigenen.

Die Betriebskosten stehen noch nicht fest. Der derzeitige Planungsstand lasse keine genaue Berechnung zu. Deshalb sei unklar, ob der mit 4,2 Millionen Euro im Jahr kalkulierte Zuschuss ausreichen wird. Lediglich das steht für den LVR fest: Die Summe „kann nicht durch Einsparungen im Kulturetat refinanziert werden“.

Die Stadt muss dem Verband das Ausstellungs-Areal spätestens bis zum 1. Januar 2019 unentgeltlich übergeben. Sollte das Museum wider Erwarten Gewinne erwirtschaften, soll die Hälfte davon in die Stadtkasse fließen. Beim LVR spricht man von einem „fiktiven Fall“, die Regelung sei für den Verband „unschädlich“. In der kommenden Woche wird die Vereinbarung politisch beraten.

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