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Weihnachtsmarkt am Schokoladenmuseum: Maritimes Flair im Rheinauhafen

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Mit „Weihnachten ahoi“ und Spiel auf der Leier begrüßt Leichtmatrose Olaf die Gäste am Dreimaster „Trudel“. Foto: Martina Goyert
Der Weihnachtsmarkt am Schokoladenmuseum ist etwas abseits gelegen und muss daher mit seinem Alleinstellungsmerkmal um Besucher werben: der Hafenatmosphäre. Die Ausgestaltung des Marktes ist entsprechend seemännisch.  Von
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Mit „Weihnachten ahoi“ heißt Leichtmatrose Olaf sieben muntere Damen willkommen und singt zur barocken Leier ein Seemannslied.

In der Spelunke Zum alten Leuchtturm schenkt Wirt Torsten Höderath belgisches Glühbier, Feuerzangenbowle und das exotische Gebräu „Flöff“ aus.

Maritimes Flair soll Besucher auf den abseits der City gelegenen Weihnachtsmarkt im Rheinauhafen locken – zwischen Malakoffturm und Tauzieher-Denkmal, art’otel Cologne und Schokoladenmuseum. Die alte Drehbrücke von 1896 verbindet übers Jachthafen-Wasser hinweg 70 Stände miteinander, die sich um den nicht seetauglichen Dreimaster „Trudel“ gruppieren. Hier grüßt der Hamburger Jens Wulff mit einem markigen „Moin“ die Gäste und serviert „Seute Deern“, Kakao mit Kirschlikör und Sahne.

Meeresfrüchte sind der Renner

Meeresfrüchte sind der Renner auf dem Markt – der auf offenem Feuer gegarte finnische Flammlachs sowie Hummer (ein halber kostet 19,50 Euro), Gambas, Austern oder Oktopus. Die Wuppertaler Irene und Dirk Siwei haben sich auf die Delikatessen aus Frankreich spezialisiert und behaupten: „Das bekommen Sie sonst nirgendwo.“

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Mit Raritäten und Kuriositäten werben die Händler in den weißen Verkaufsständen, die Partyzelten gleichen. Sie kommen überwiegend aus Köln und der Region – wie Julian, Christoph und Andreas. Die drei bieten in ihrem „Zwitscherkasten“ Vogelhäuser als Schnapsbar-Spaßgeschenke feil (Stückpreis. 45 Euro). Bernd Hoffmann aus Leverkusen: „Ich finde die Dinger lustig.“ Nebenan verkauft Vincenzo Sicilia verblüffend echt aussehendes rostiges Werkzeug aus italienischer Schokolade. Christiane Peters und Jörg Mischke haben bunte Bommel- und Fliegermützen aus Filz im Sortiment – für Freunde ausgefallener Kopfbedeckungen. Mit maritimen Grüßen auf dem Hafenweihnachtsmarkt war auch der Shop des Kölner Stadt-Anzeiger mit seinem Stand Kölle Ahoi vertreten.

Kampot-Pfeffer aus Kambodscha

Bei Sebastian Brimmers aus Ehrenfeld gibt es aromatischen Kampot-Pfeffer aus Kambodscha, und Ralph Tonger bereitet Kaffee in Kölns kleinster Rösterei zu. Im beheizten Zelt nahe dem Rheinufer zeigen elf Kunsthandwerker ihr Können, und auf der neuen „art’otel“-Fläche hängen filigrane Holz-Sterne mit Kölner-Dom-Silhouette am Stand von Oswald Amort aus Südtirol, sein spezieller Gruß an Köln.

Für Kinder sind drei kümmerlich wirkende Spielboote auf dem Markt verteilt – Spaß haben sie wohl eher auf dem Kettenkarussell (ein „Flug“ kostet 1,50 Euro) und am Holzspielzeug-Stand von Stephan Pfeiffer. „Hier können sie toben, wenn ihre Eltern Glühwein trinken“, meint der Berliner.

Infos und Preise

Essen und Trinken: Glühwein (0,2 Liter) kostet 2,50 Euro, Feuerzangenbowle und „Seute Deern“ jeweils vier Euro; gebrannte Mandeln (100 Gramm) und Bratwurst sind für je drei Euro zu haben.

Besonderheiten: Aktion „Weihnachten der Städtepartner Köln-Barcelona“: Am 18. und 23. Dezember (14.30, 16 und 17.30 Uhr) wird nach einem katalanischen Brauch El Tió, ein Baumstamm mit lachendem Gesicht, mit Süßigkeiten gefüttert. Am 8. und 9. Dezember singt die Gruppe „Les veus del mar“ am Dreimaster Seemannslieder.

Öffnungszeiten: bis 23. Dezember, So.-Do. 11 bis 21 Uhr, Fr. und Sa. 11 bis 22 Uhr.

Organisation: Kroll Events – Edwin Kroll, Krieler Str. 78, 50935 Köln, Telefon 0221/34 63 637.

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