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4 Millionen Euro: Hat Messi Steuern hinterzogen?

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Lionel Messi vom FC Barcelona. Foto: AFP
Ist Lionel Messi ein Steuerbetrüger? Die spanische Staatsanwaltschaft legt dem Weltfußballer Steuerbetrug zur Last. Dem Superstar des FC Barcelona wird vorgeworfen, mehr als vier Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben.  Von
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Madrid

Lionel Messi, der wahrscheinlich beste aktive Fußballer der Welt, hat Probleme mit der Justiz. Eine spanische Staatsanwältin reichte am Mittwoch beim zuständigen Gericht in Gavà bei Barcelona Klage gegen Messi ein, weil er nach ihren Ermittlungen mehr als 4 Millionen Euro Steuern hinterzogen hat. Sein Vater soll ihm dabei geholfen haben.

Wenn stimmt, was in der Klageschrift steht, hat der argentinische Stürmer nicht einfach vergessen, einen Teil seiner Einnahmen beim Finanzamt zu deklarieren. Sondern er hat mit Vaters Hilfe ein komplexes Firmengeflecht aufgebaut, durch das diese Einnahmen über die Schweiz und Großbritannien nach Belize und Uruguay flossen, „ohne praktisch irgendwelcher Besteuerung unterworfen zu sein“. Dem spanischen Fiskus sei bewusst verschleiert worden, „wer Empfänger und Nutznießer“ der Gelder gewesen sei – nämlich „niemand anderes als der Beschuldigte Lionel A. Messi“. So zitiert die Barceloneser Zeitung „El Periódico“ aus der Klageschrift.

Der 25-jährige Fußballstar erhält von seinem Arbeitgeber, dem FC Barcelona, nach Informationen der Wirtschaftszeitung „Cinco Días“ ein Bruttojahresgehalt in Höhe von 36,36 Millionen Euro – die hat er offenbar regulär mit dem Spitzensteuersatz von 56 Prozent versteuert, so dass ihm netto 16 Millionen Euro übrigblieben. Doch Messi lebt nicht von seinem Gehalt allein, sondern erzielt aus der Vermarktung seines Namens ein paar freundliche Nebeneinkünfte. Und die hat er nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft zwischen 2007 und 2009 zumindest teilweise nach Lateinamerika verschoben, am Fiskus vorbei.

Messi, der am Vorabend am WM-Qualifikationsspiel Ecuador-Argentinien in Quito teilgenommen hatte,  ließ am Mittwoch über Facebook verlauten, dass er „niemals irgendeinen Verstoß begangen“ habe. „Wir haben immer unsere Steuerverpflichtungen erfüllt, den Ratschlägen unserer Steuerberater folgend, die sich darum kümmern werden, diese Situation aufzuklären.“

Sollte ein Gericht der Klage der Staatsanwaltschaft dennoch stattgeben und die Vorwürfe als berechtigt erachten, warten auf Messi zwei bis sechs Jahre Haft. Vor wenigen Monaten entging der Fußballer einem Rechtsstreit mit Nachbarn an seinem Wohnort Castelldefels in der Nähe von Barcelona, indem er das Nachbarhaus kurzerhand kaufte. So leicht wird er sich diesmal nicht aus der Affäre ziehen können.

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