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Champions League: BVB spielt um Prestige - S04 um Gruppensieg

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Wird auch gegen Montpellier das Schalker Tor hüten: Timo Hildebrand. Foto: dapd
Borussia Dortmund und Schalke 04 haben das Achtelfinale in der Champions League bereits erreicht. Während der BVB als Gruppensieger aber nur noch ein Schaulaufen absolviert, kämpft Schalke um den ersten Platz und gegen die Krise.
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Dortmund/Montpellier

Für Borussia Dortmund geht es nur noch um Prämien und Prestige, für Schalke 04 dagegen nicht nur um den Gruppensieg, sondern auch um Krisenbewältigung. Die letzten Vorrundenspiele der Revierrivalen in der Champions League stehen unter völlig unterschiedlichen Vorzeichen - obwohl beide die Tabelle anführen.

Der BVB möchte in der Gruppe D zwar gerne ungeschlagen ins Achtelfinale einziehen, andererseits im Duell mit dem englischen Meister Manchester City am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) seine letzten Kräfte für die drei Begegnungen vor der Winterpause in der Bundesliga und im DFB-Pokal schonen. „Wir haben keinen Druck und werden sicher kein großes Risiko eingehen. Wichtig ist, dass wir am Samstag gegen Wolfsburg gewinnen“, sagte Dortmunds Boss Hans-Joachim Watzke.

Schalke braucht das Erfolgserlebnis

Schalke hat beim französischen Titelträger HSC Montpellier (20.45 Uhr/Sky) nach vier Ligaspielen in Folge ohne Dreier, der Kritik von Trainer Huub Stevens an den eigenen Fans und einer intensiven Torwartdebatte ein Erfolgserlebnis bitter nötig. „Natürlich wollen wir Erster werden, um in der K.o.-Runde auf einen womöglich weniger schweren Gegner zu treffen“, sagte Sportdirektor Horst Heldt und fügte vielsagend hinzu: „Ein gutes Ergebnis wäre für uns aber auch mit Blick auf die noch folgenden drei Spiele bis zur Winterpause wichtig.“

Heldt weiß, dass den Schalkern ein weiterer Rückschlag an der französischen Mittelmeerküste eine stürmische Adventszeit bescheren würde - Diskussionen um Stevens und dessen im Sommer auslaufenden Vertrag inklusive. Der Niederländer präsentierte sich in den vergangenen Wochen zunehmend dünnhäutig, wegen der Pfiffe gegen die Mannschaft durch Teile der eigenen Fans beim 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach am vergangenen Samstag war er wieder ganz der „Knurrer von Kerkrade“.

Seine Zukunft auf Schalke ist offener denn je. Im Augenblick macht Stevens nicht den Eindruck, dass ihm sein Job besonders viel Freude bereitet. „Eigentlich wollte ich mich in den letzten Jahren nicht mehr ärgern“, sagte der 59-Jährige zuletzt, „aber jetzt musste ich mich doch wieder ärgern.“ Für Heldt ist der Niederländer offiziell nach wie vor erster Ansprechpartner, nur wann? „Wenn wieder Ruhe einkehrt“, sagte der Sportvorstand.

Hildebrand erneut im Tor

Inwieweit Stevens sein Team in Montpellier umstellt und dem einen oder anderen eine Pause gönnt, ließ er noch offen. Als sicher gilt, dass Timo Hildebrand nach seiner Rückkehr erneut das Tor hüten wird, obwohl er beim Gegentor gegen Gladbach schlecht aussah. Im Feld selbst ist ein munteres Wechselspielchen nicht ausgeschlossen, zumal Jefferson Farfan (Sprunggelenkprobleme) fehlt.

Ibrahim Afellay (Muskelfaserriss) und Kyriakos Papadopoulos (Knieprobleme) stehen allerdings als Alternativen nicht zur Verfügung. Beim BVB wird Trainer Jürgen Klopp laut Sportdirektor Michael Zorc „eine Bestandsaufnahme machen“, wer geschont werden kann. Der Ex-Profi weiß jedoch auch um die Verpflichtung gegenüber den treuen Fans, die zum Teil stundenlang für eine Karte vor der Geschäftsstelle warteten, um das Team in einem eventuellen „Endspiel“ zu unterstützen.

Viele Rotationsmöglichkeiten beim BVB

Dass Dortmund in der wohl schwierigsten und attraktivsten Gruppe schon so früh als Erster feststeht, bezeichnete Watzke „als unerwartet komfortable Situation“. Zudem wollen sich die Borussen keine Wettbewerbsverzerrung vorwerfen lassen, denn die Weltauswahl von Manchester, die schon zum zweiten Mal in Folge in der Gruppenphase scheiterte, kämpft im Fernduell mit Ajax Amsterdam (bei Real Madrid) um Platz drei und einen Platz in der Europa League - was weit unter den Ansprüchen des von einem Scheich aus Abu Dhabi mit bisher rund 900 Millionen Euro finanzierten Fußball-Projekts liegt.

Allein 62 Millionen Euro investierte Mansur Bin Zayed Al Nahyan als Vorsitzender der Abu Dhabi United Group im Sommer. Das Ziel war klar: der Gewinn der Champions League. Zumindest in der Premier League sind die Citizens als Tabellenzweiter auf Kurs, wenngleich es am Wochenende beim FC Everton nur zu einem 1:1 reichte. Auch Teammanager Roberto Mancini steckt im Dilemma, denn am Sonntag steht das Derby gegen Tabellenführer Manchester United auf dem Spielplan.

Auch BVB-Trainer Jürgen Klopp weiß noch nicht, wie er rotieren wird, zumal auch Kapitän Sebastian Kehl noch immer an einer Kapselreizung im Knie laboriert. Vermutlich wird Moritz Leitner für den ebenfalls angeschlagenen Sven Bender auflaufen. Auch andere Akteure drängen sich für eine Pause auf.

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