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FC Barcelona: Messi bekommt seinen Wunschtrainer

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Der Argentinier Gerardo „Tata“ Martino. Foto: dpa
Der FC Barcelona lässt sich bei der Verpflichtung seinen Trainers auf ein hohes Risiko ein. Der auf europäischen Boden völlig unerfahrene Gerardo „Tata“ Martino wird die Nachfolge von Tito Vilanova bei den Katalane antreten und für zwei Jahre unterschreiben.
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Barcelona

Der FC Barcelona hat Gerardo Martino als neuen Trainer vorgestellt, die katalanischen Medien rufen „Habemus Tata!“ - und Lionel Messi ist jetzt nicht nur der beste, sondern auch der mächtigste Spieler der Welt. Schließlich hat der spanische Meister den erklärten Wunschtrainer des Weltfußballers verpflichtet. Martino ist Argentinier wie Messi, er ist die Ikone von Messis Heimatklub Newell's Old Boys, und er ist obendrein ein guter Freund von Messis Vater Jorge.

Damit wurde im Endeffekt der Kandidat Nachfolger des an Krebs erkrankten Tito Vilanova, den die Medien vom ersten Tag an als Favoriten gespielt hatten. Martino hat zwar in Europa noch keinen großen Namen, aber Messi als prominenten Fürsprecher. Der 26-Jährige hatte Martino schon vor knapp zwei Jahren als möglichen Nachfolger des heutigen Bayern-Trainers Pep Guardiola in Stellung gebracht: „Gerardo Martino ist ein großartiger Trainer.“

In Südamerika gilt der 50-Jährige, der mit Barca nun Bayern München wieder die Champions-League-Krone entreißen soll, als einer der Besten. Seine Erfolge: Viermal Meister in Paraguay, Südamerikas Trainer des Jahres 2007, das Erreichen des WM-Viertelfinales 2010 und des Endspiels der Copa America 2011 mit Paraguay, schließlich in diesem Jahr der Meistertitel mit den Newell's Old Boys - der erste seit neun Jahren. In Spanien machte sich der neue Barca-Coach, der zunächst einen Zweijahresvertrag erhält, einen Namen als Spieler bei CD Teneriffa - und vor allem, weil er die Nationalelf auf dem Weg zum ersten WM-Titel 2010 im Viertelfinale an den Rand einer Niederlage brachte (0:1).

Angeblich soll er auch bei Real Madrid der „Back-up-Kandidat“ für Carlo Ancelotti gewesen sein. Nun heißt es bei Barca künftig also „Tiki-Tata“ statt „Tiki-Taka“ (LaOla1). Doch woher kommt überhaupt der einprägsame Name „Tata“? „Ich weiß es nicht. Schon als kleiner Junge nannten mich alle so. Ich habe den Namen schon so lange, dass ich sicher bin, nicht einmal die Hälfte all jener weiß, wie ich wirklich heiße.“

Schlampiges Genie als Spieler

Als Spieler war Martino ein schlampiges Genie. Die Fans der Old Boys wählten ihn zum größten Spieler der Klub-Geschichte, dabei hätte er noch mehr aus sich herausholen können. „Ich hatte eine tolle Technik, aber ich war faul und bin nicht gelaufen“, sagt er selbstkritisch und gesteht sogar ein: „So wie ich damals gespielt habe, kann man heutzutage gar nicht mehr spielen.“ Sein Debüt als Barca-Trainer wird „Tata“ allerdings wohl nicht in Deutschland geben.

Beim Spiel um den Uli-Hoeneß-Cup am Mittwoch bei den Bayern soll Jordi Roura auf der Bank sitzen, der im Vorjahr schon zeitweilig Vilanova vertreten hatte. Für Barcelona hat Martino übrigens auch schon fünf Spiele bestritten - allerdings nicht für den katalanischen Weltklub, sondern für den SC Barcelona aus Ecuador. Als Trainer fühlte er sich eigentlich schon auf dem Zenit angekommen. „Nach einer WM und Newell's gibt es keine weiteren Träume mehr“, sagte er jüngst. An Barca hat er da wohl noch gar nicht gedacht. Doch Lionel Messi machte es möglich. (sid)

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