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Frankreich: Russe pumpt Monaco auf

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Radamel Falcao ist im Anflug auf Monaco.  Foto: AFP
Paris St. Germain bekommt Konkurrenz: Mit einer dreistelligen Millionensumme will der russische Mäzen Dmitri Rybolowlew Aufsteiger AS Monaco zur neuen Nummer eins im französischen Fußball machen. Stürmerstar Falcao soll erst der Anfang sein.
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Monaco

In der Stadt der Schönen und Reichen spielte Geld noch nie eine Rolle, jetzt wirft auch der im Fürstentum ansässige Fußballklub AS Monaco mit Geld nur so um sich. 60 Millionen Euro will sich der von einem russischen Düngemittel-Magnaten aufgepäppelte französische Erstliga-Aufsteiger die Verpflichtung von Radamel Falcao kosten lassen. Am Dienstag sollte der kolumbianische Starstürmer von Atletico Madrid bereits den Medizin-Check absolvieren - es wäre der teuerste Transfer der französischen Geschichte.

In der vergangenen Woche überwies Monaco bereits 70 Millionen Euro für die beiden Stars Joao Moutinho und James Rodriguez an den FC Porto. Auch Torwart Victor Valdes vom FC Barcelona soll kommen - und es wäre wohl selbst dann noch lange nicht Schluss. Auch die Namen Ricardo Carvalho und Fabio Coentrao von Real Madrid geisterten am Dienstag durch die Medien.

Mit einer Investition in dreistelliger Millionenhöhe will Klubbesitzer Dmitri Rybolowlew den siebenmaligen Meister wieder an die Spitze führen. Erst in Frankreich, dann in Europa. Seitdem der Milliardär im Dezember 2011 66,67 Prozent des Klub von der Herrscherfamilie der Grimaldis übernahm, blüht der monegassische Verein wieder auf. Innerhalb von eineinhalb Jahren führte er AS dank seiner Finanzspritzen vom letzten Platz der 2. Liga zum Aufstieg. „Der Plan ist klar. Wir wollen den Klub auf das höchste Level bringen“, sagte Trainer Claudio Ranieri: „Unser Ziel ist es, etwas aufzubauen. Das ist nicht Manchester United, wo alles bereits vorhanden ist. Das hier ist anders.“

Tatsächlich erinnert das Streben des Champions-League-Finalisten von 2004 eher an Meister Paris St. Germain, das sich mithilfe von Öl-Millionen aus Katar innerhalb von zwei Jahren zum Titel kaufte. Im Duell der beiden von ausländischen Investoren geführten Klubs, drohen die anderen Vereine ins Hintertreffen zu geraten. Zumal sich an Monaco noch aus anderen Gründen heftiger Streit entzündet. Da der Klub nicht dem französischen Steuerrecht unterliegt, müssen die Monaco-Akteure so gut wie keine Steuern bezahlen. Ein erheblicher Wettbewerbsvorteil im Ringen um die besten Spieler.

Frankreichs Verbandspräsident Noel Le Graet schlug als Kompromiss vor, Monaco solle in den nächsten vier bis sieben Jahren als Kompensation 200 Millionen Euro an die Liga zahlen. Das wurde von der Liga empört als „Freikauf“ abgelehnt. Gegen die Entscheidung des Profiligaverbandes LFP, dass ab der Saison 2013/2014 alle Erst- und Zweitligisten in Frankreich Steuern zahlen müssen, hat Monaco Einspruch eingelegt. Die Ligakonkurrenten selbst hatten sogar einen Boykott ins Gespräch gebracht. Rybolowlew selbst beruft sich auf ein Abkommen von 1869, demzufolge Ausländer in Monaco in Frankreich nicht steuerpflichtig sind. Dies dürfte wohl auch Falcao und Valdes überzeugt haben.

Angeblich steht ein Jahresgehalt von über zehn Millionen Euro für den Kolumbianer im Raum - (noch) steuerfrei. Zum Vergleich: Der schwedische Superstar Zlatan Ibrahimovic soll Paris brutto 40 Millionen Euro gekostet haben. Allerdings wird auch schon über ein anderen Grund für den Rekordtransfer gemutmaßt. Spanische Medien berichten von einer „Anti-Real-Klausel“ im Vertrag des 27-Jährigen. Nur über den „Umweg“ Monaco wäre somit der Weg zu den Königlichen frei. (sid)

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