Der umstrittene Balljunge Charlie Morgan, der von Chelsea-Star Eden Hazard nach einer Provokation in den Bauch getreten wurde, ist nun ein Twitter-Phänomen. Der 17-Jährige hatte vor dem Eklat am Mittwoch im Liga-Pokal-Halbfinal-Rückspiel zwischen Swansea City und dem FC Chelsea (0:0) etwa 600 Follower - bis Freitagmittag waren es mehr als 100 000. Mit einem Tweet wenige Stunden vor der Partie hatte er sich selbst entlarvt: „Der König der Balljungen ist zurück für einen finalen Auftritt. #gebraucht #zum #Zeitschinden.“
Der Junge ist der Sohn des millionenschweren Swansea-Anteilseigners Martin Morgan. Am Donnerstagabend zwitscherte er: „Verrückte 24 Stunden. Ich habe mit Hazard gesprochen und werde keine Anzeige erstatten. Bleibt dran.“
Wegen des Verdachts der Vergewaltigung wurde der französische Nationalstürmer Loic Remy vom englischen Erstligisten Queens Park Rangers zusammen mit zwei weiteren Männern im Mai 2013 festgenommen. Der französische Nationalstürmer Loic Remy vom englischen Fußball-Erstligisten Queens Park Rangers ist zusammen mit zwei weiteren Männern wegen des Verdachts der Vergewaltigung festgenommen worden.
Foto: Getty ImagesEs wirkte theatralisch, wie der Teenager umfiel, den Ball unter sich begrub, nach Hazards Tritten das Gesicht verzerrte und sich beim Referee beklagte. Skandal-Profi Joey Barton twitterte über Hazards Rote Karte (80. Minute): „Hazards einziges Vergehen war, dass er ihn nicht hart genug getreten hat.“
Sängerin Lily Allen verschickte den Hashtag „#prayforthelittlewelshballboy“ (Betet für den kleinen walisischen Balljungen). Andere posteten Fotos von vollbandagierten Schwerstverletzten, die angeblich Charlie Morgan zeigen. Viertligist AFC Wimbledon twitterte ein inzwischen gelöschtes Bild vom „Training“ seiner „ball boys“, auf dem ein junger Mann auf einem Ball liegt.
Im Internet gibt es bereits ein lustiges Spiel zum skandalösen Vorfall. Das Online Game trägt den Namen "Don't boot the ball boy" ("Tritt nicht den Balljungen"). Ziel ist es, den Balljungen beim Schussversuch nicht zu treffen.
(ksta/dpa)


