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Trainerwechsel: Emotionaler Abschied von Ferguson

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Goodbye, Old Trafford: Sir Alex Ferguson küsst zum Abschied die Meistertrophäe für "sein" Team Manchester United. Foto: AFP
Trainer-Ikone Sir Alex Ferguson hat nach fast 27 Trainer-Jahren beim letzten Saison-Heimspiel von Manchester United einen emotionalen Abschied gefeiert. Perfekt gemacht wurde der Abend mit der Übergabe der 20. Meister-Trophäe an die Red Devils.
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Manchester

Sir Alex Ferguson hat nach fast 27 Trainer-Jahren einen emotionalen Abschied von Old Trafford gefeiert. „Ihr wart das fantastische Ereignis in meinem Leben. Mein Ruhestand bedeutet nicht das Ende meines Lebens mit Manchester United. Ich werde die Spiele nun genießen können, nicht mehr erleiden“, sagte der erfolgreichste Club-Trainer der Welt in seiner traditionellen Publikumsansprache über Mikro nach dem letzten Saison-Heimspiel - und grüßte sogar seine sämtlichen elf Enkelkinder auf der Tribüne.

Mit einem späten 2:1 (1:0)-Sieg gegen Swansea City am vorletzten Premier-League-Spieltag - beinahe in „Fergie Time“ (Nachspielzeit) - trat Sir Alex daheim mit 38 United-Titeln ab. Zur Feierstunde mit Gänsehautatmosphäre nahmen die „Champ20ns“ am Sonntagabend ihre 20. Meister-Trophäe entgegen. Obendrein sagte noch die 38 Jahre alte Club-Ikone Paul Scholes Goodbye - bereits zum zweiten Mal nach 2011. Diesmal wohl endgültig. Ferguson meinte: „Er ist ein unglaublicher Spieler, einer der größten, den dieser Club je haben wird. Paul, ich wünsch dir einen guten Ruhestand. Ich weiß, dass du in der Nähe bleibst und mich nerven wirst.“

Am Montag wird der Feier-Marathon mit einer Parade durch Manchester weitergehen. Zur befürchteten parallelen Parade des verhassten Nachbarn Manchester City wird es nicht kommen: Die Citizens hatten am Samstag blamabel das FA-Cup-Finale gegen das abstiegsbedrohte Wigan Athletic mit 0:1 verloren. Und die Spekulationen in den britischen Medien blühen, dass Roberto Mancini vor einer Ablösung durch Málagas Erfolgscoach Manuel Pellegrini stehen könnte. Die ManUnited-Fans bedachten Mancini gehässig mit Spottgesängen.

Schon vor Anpfiff erlebte der 71-jährige „Fergie“ emotionale Momente bei typisch englischem Schmuddelwetter. Beide Teams standen Spalier für die Legende - darunter auch Swanseas Startelf-Keeper Gerhard Tremmel - als der Stadion-Sprecher „The Boss“ aus dem Tunnel ankündigte. Beschämt lächelnd lief Ferguson auf den Rasen, klatschte in die Hände, winkte und schrieb unzählige Autogramme.

Der wie immer Kaugummi kauende „SAF“ bleibt dem englischen Rekordmeister auf einem Direktorenposten und als Botschafter erhalten - eine bronzene Ferguson-Statue und eine Tribüne mit dem Namen „Sir Alex Ferguson Stand“ gab es schon zum 25-jährigen Club-Jubiläum des Schotten. Ferguson erinnerte in seinen letzten Worten vor seinem Gang in den Tunnel noch, dass es nun der Job der United-Familie sei, Nachfolger David Moyes „alle Unterstützung“ zu geben. Der Noch-Everton-Coach verabschiedete sich mit einem 2:0 (1:0) gegen West Ham United aus dem Goodison Park.

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Im ausverkauften Old Trafford sorgten der Mexikaner Javier Hernández (39. Minute) und Rio Ferdinand (87.) für die endgültige Sause - Swansea-Torgarant Michu (49.) hatte zwischenzeitlich zum Ausgleich getroffen. „Dieser Mann mit seinem Verlangen zu gewinnen hatte es verdient, dass wir ihn mit einem Sieg verabschieden“, sagte Ferdinand. Stürmerstar Wayne Rooney wurde von Ferguson zu dessen „Farewell Match“ nicht in den Kader berufen. „Ich glaube nicht, dass Wayne Rooney scharf darauf war, zu spielen, denn er hat um einen Wechsel gebeten“, sagte Ferguson und stellte klar: „Wir werden ihn nicht gehen lassen.“ Als letzte Amtshandlung wechselte Ferguson den 39-jährigen Ryan Giggs ein (75.), einen seiner Lieblingsspieler. Und der einzige Profi, der mit ihm gemeinsam alle seine 13 United-Meisterschaften gewonnen hat.

Ferguson hatte die Ehre, den silbernen Meisterpokal als Erster in die Luft zu strecken und hüpfte in seinem unbeholfenen Tanz-Stil. Gäste-Coach Michael Laudrup verneigte sich: „Legende. Das ist traurigerweise ein Wort, das Medien heute viel zu leichtfertig benutzen. Aber hier sprechen wir wirklich über eine Fußballlegende.“

Im Champions-League-Rennen setzten unterdessen der FC Chelsea und Tottenham Hotspur jeweils mit knappen Siegen den FC Arsenal unter Druck. Die Blues (72) behauptete Platz drei mit einem 2:1 bei Aston Villa. Die Spurs (69) erkämpften sich ebenfalls ein 2:1 (1:1) bei Stoke City und schoben sich vorerst am Nord-Londoner Lokalrivalen Arsenal (67) vorbei auf Rang vier. Die Gunners haben aber noch ein Nachholspiel am Dienstag gegen FA-Cup-Sieger Wigan zu absolvieren und ein um zwölf Treffer besseres Torverhältnis als Tottenham.

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