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Junge Zeiten: Neue Partyreihe startet

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Fritz Deinzer (links) und Alexander Grau. Foto: Marie Welling
Die DJs Alexander Grau und Fritz Deinzer starten im Leverkusener Café Castro die neue Partyreihe 513. Die Planungen für weitere Veranstaltungen, zum Beispiel im KAW oder an der Strandbar, laufen bereits.
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Leverkusen

Coole Stimmung, familiäre Atmosphäre, Musik vom Feinsten. Der Auftakt im Café Castro in Opladen zur neuen Partyreihe 513 war, abgesehen von einem kleinen Wermutstropfen, ein voller Erfolg. "Das war sehr gut. Ich bin begeistert", meinte der Besitzer des Cafés, Vitor Oliveira Castro. Auch das Publikum sei toll gewesen, schwärmte der aus Famalicão in Portugal stammende Geschäftsführer. Durch die kleine, aber feine Location entstand eine ganz spezielle, eine intime Atmosphäre. Die meisten Gäste der Party kannten sich. Schon zu Anfang sorgte der erste der drei Discjockeys, Niklas Fischer, der Electro- und Tech-House-Musik auflegte, schnell für gute Stimmung beim Partyvolk. Und je später der Abend, desto voller wurde es auch im Café Castro.

Die 50 Vorverkaufskarten konnten schnell abgesetzt werden und hatten den Veranstalter auf einen interessanten Abend hoffen lassen. Der zweite DJ, Fritz Deinzer, konnte schließlich auch den Teil des Publikums, der noch in sich zu ruhen schien, mit Tech-House-Musik zum Tanzen bewegen. "Das geht gut ab hier", so der Kommentar vieler Gäste. Dass es gut abging, dafür sorgte auch der dritte Discjockey im Bunde, Alexander Grau. Mit guter Musik hielt der DJ die Gäste bei bester Laune. "Das ist eine fette Sache hier", meinte das Trio zu später Stunde. Dann allerdings wurde die gute Stimmung ein wenig getrübt. Anwohner hatten sich bei der Polizei über Lärmbelästigung beschwert. Gegen Mitternacht standen die Beamten in der Tür und wiesen bestimmt, aber freundlich daraufhin, den Geräuschpegel etwas runterzufahren. Natürlich waren DJs und Publikum nach diesem Zwischenfall zunächst ein wenig betrübt, doch dann ging es mit weniger lauter Musik weiter. Insgesamt war es ein vielversprechender Start der neuen Partyreihe 513 mit fetter Musik und vielen begeisterten Gästen. Wo weitere Partys geplant sind, was man als DJ verdienen kann und wie alles anfing, das erzählen Alexander Grau und Fritz Deinzer im Interview.

Mit wie viel Jahren habt Ihr angefangen mit dem Auflegen?


ALEXANDER GRAU: Mmmh, gute Frage. So richtig angefangen haben wir vor zwei Jahren, da sind wir auch ordentlich durchgestartet.

FRITZ DEINZER: Aber ursprünglich haben wir schon vor drei oder vier Jahren begonnen.


Wie seid Ihr auf die Idee gekommen?


FRITZ: (lacht) Ich wollte auch mal cool sein, habe dann damit angefangen und so den Alex darauf gebracht.

ALEX: Wir haben uns beim Fritz getroffen und ausprobiert, was sich gut anhört.


Welche Musik spielt Ihr, wenn Ihr auflegt?


FRITZ: Am Anfang haben wir eher Mainstream und House gespielt. Es kommt auch darauf an, wo wir auflegen. Im Rheingold, einem großen Club in Düsseldorf, haben wir zum Beispiel viel Techno gespielt und im Café Castro eher etwas Ruhigeres.

ALEX: Wir waren sehr auf Mainstream eingestellt, sind aber jetzt sehr offen für alle Musikstile. Wir neigen aber eher dazu, nicht die Charts zu spielen oder die Musik, die auf MTV läuft.


Wo habt Ihr bisher überall aufgelegt?


FRITZ: Bisher im angesprochenen Technoclub Rheingold.

ALEX: Ich habe im Leverkusener Kulturausbesserungswerk aufgelegt und zudem im E-Werk in Köln.


Wie groß ist die Konkurrenz auf dem Markt?


ALEX: Eigentlich gibt es extrem viel Konkurrenz, weil man mittlerweile einfach alles mit dem Computer per Knopfdruck erledigen kann. Das ist verdammt einfach geworden mit der Zeit und für die Clubbetreiber ist es richtig schwer geworden, die Spreu vom Weizen zu trennen.


Und wie macht man sich dann bekannt?


ALEX: Durch Eigenpromotion und Glück, aber auch Kontakte.

FRITZ: Viel Glück! Ich hab zum Beispiel einen DJ-Contest im Rheingold gewonnen und hatte meine Spielzeit von ein Uhr bis zwei Uhr, das heißt der Laden war rappelvoll. Alex wurde auch genommen und durfte auflegen, hatte seine Spielzeit aber von 22 Uhr bis 23 Uhr und es war leider leer.


Würdet Ihr dieses Hobby zum Beruf machen?


FRITZ: Es ist langfristig gesehen zu unsicher, denn die Einkünfte sind nicht immer gleich hoch.

ALEX: Als Anfänger bekommt man um die Hundert Euro pro Auftritt. Wenn man bekannter ist und öfter gebucht wird, sollte der Preis eigentlich steigen.

FRITZ: Um aber zum Beispiel 2000 Euro im Monat netto zu verdienen, muss man schon sehr bekannt sein.


Habt Ihr musikalische Vorbilder?


FRITZ: Mein Vorbild ist Karotte. Der ist cool, er ist relativ bekannt und total sympathisch.

ALEX: Mein Vorbild ist eher Diplo, der hat sein eigenes Label aufgezogen.


Was sind Eure Ziele als DJs?


ALEX: Wir ziehen in Leverkusen eine Partyreihe mit dem Namen 513 auf. Mit Partys und vielleicht Konzerten, je nachdem, wen man noch mit ins Boot holen kann.


Habt Ihr schon neue Ideen dafür?


FRITZ: Ja, wir überlegen eine Party im KAW zu machen oder im Sommer an der Strandbar im Neulandpark.


Hat der Name eine Bedeutung?


ALEX: 513 steht für den Anfang von allen Leverkusener Postleitzahlen, also für Events in Leverkusen, die es in der Form hier noch nicht gibt. Es soll eine Partyreihe sein, die nicht so eintönig ist, sondern unterschiedliche Musik bietet und somit verschiedene Leute anspricht.

Das Gespräch führte Marie Welling

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