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Auszug aus KHD-Kantine: AZ wollte Sommerferien abwarten

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An der Stelle der besetzten ehemaligen KHD-Werkskantine soll eine möglichst große Grünfläche entstehen, um die Grünversorgung in dem Stadtteil zu verbessern.   Foto: Worring
Die Besetzer der früheren KHD-Kantine haben sich offenbar bereit erklärt, das Gelände, auf dem sich das Autonome Zentrum befindet, im August freiwillig zu räumen. Das AZ könnte in ein ungenutztes Gebäude in einem anderen Stadtteil umziehen.  Von
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Die Besetzer der ehemaligen KHD-Kantine in der Wiersbergstraße 44 in Kalk sind offenbar bereit, das Gelände, auf dem sich das Autonome Zentrum (AZ) befindet, noch im August freiwillig zu räumen. Das ist das Ergebnis von Verhandlungen, die ein Mittelsmann im Auftrag der Stadt Köln in den vergangenen Wochen mit autorisierten Gesprächspartnern des Zentrums geführt hat.

Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ liegt beiden Seiten ein entsprechender Vertragsentwurf vor, der schon am heutigen Montag, spätestens aber am Dienstag notariell beurkundet werden könnte. Zuvor hatten die Vertreter des AZ erklärt, „auf Gewalt bzw. die Androhung von Gewalt gegenüber Personen sowie die Beschädigung von Sachgegenständen und der Einrichtung zu verzichten“. Das war die Bedingung der Stadt, nachdem es Anfang Juli von Unbekannten zu Farb- und Klebeattacken auf die Wohnungen von Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) und Rats-politikern gekommen war. In einem Brief, deren Verfasser sich „Ortsgruppe Domplatte Köln“ nennen, hatten sich die Täter einen Monat später entschuldigt und betont, das AZ sei für diese Aktionen nicht verantwortlich.

Sanierung der Kaiserin-Theophanu-Schule

Das alles spielt jetzt keine Rolle mehr. Die Stadt Köln begrüßt es ausdrücklich, dass die Besetzer ihre Bereitschaft erklärt haben, die ehemalige KHD-Kantine gewaltfrei und freiwillig zu räumen und über die Zukunft des Autonomen Zentrums in einem anderen Gebäude zu verhandeln. Offenbar sind die Gespräche schon so weit fortgeschritten, dass ein Umzug in ein ungenutztes Gebäude in einem anderen Stadtteil möglich ist. Sollte es zu einem Nutzungsvertrag für den neuen Standort kommen, wird dieser befristet sein.

Die Vertreter des Autonomen Zentrums hatten den Vermittler zunächst darum gebeten, das Gebäude in der Wiersbergstraße in Kalk erst Mitte September räumen zu dürfen, weil ein früheres Verlassen der Räumlichkeiten wegen der Sommerferien nur schwer zu organisieren sei. Darauf konnte sich die Stadt aber nicht einlassen, weil der Zeitplan zur Sanierung der Kaiserin-Theophanu-Schule dann nicht mehr eingehalten werden könne.

Ohne Einigung keine Alternative

Die Stadt will die Schule wegen steigender Schülerzahlen im Norden des Geländes erweitern, durch die Mitte des Areals soll sich eine Grünfläche ziehen. Im Süden will sich die MBE Cologne Engeneering vergrößern. Auf der Fläche der ehemaligen KHD-Kantine sollen zunächst Container aufgestellt werden, in denen von Frühjahr kommenden Jahres an zwölf Ersatzklassenräume untergebracht sind. Nach der Erweiterung der Schule soll die Fläche dann dem Grünzug zugeschlagen und ein Kinderspielplatz gebaut werden. Die Sparkasse Köln-Bonn war Eigentümerin des Geländes. Sie hat die Immobilie zwar an die Stadt verkauft, muss aber noch für die ordnungsgemäße Übergabe sorgen.

´Wenn die Einigung in letzter Minute doch noch scheitern sollte, hat die Stadt den Besetzern mitgeteilt, dass es dann zu einer polizeilichen Räumung keine Alternative mehr gibt. Am heutigen Montag wird sich der Hauptausschuss der Stadt Köln in seiner Feriensitzung mit der neuen Entwicklung befassen.

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