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Bauoberleitung: Wer saniert den Stadtautobahntunnel?

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Wegen Arbeiten in dem Tunnel waren im August 2012 zwei von drei Spuren gesperrt.  Foto: stefan worring
Keine freien Personalkapazitäten für die Sanierung des Stadtautobahntunnels meldet die Verwaltung. Deshalb schreibt die Stadt Bauoberleitung, Bauüberwachung und Sachverständigeneinsatz europaweit aus. Im Herbst soll die Sanierung starten.  Von
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Köln

Bei der Sanierung des Stadtautobahntunnels in Kalk will die Stadt Bauoberleitung, Bauüberwachung und den Einsatz von Sachverständigen an Ingenieurbüros vergeben. Bei der Verwaltung selbst seien „keine freien Personalkapazitäten vorhanden“, heißt es in einer Vorlage, mit der sich der Verkehrsausschuss beschäftigte, die er aber ohne ein Votum zur Entscheidung in den Finanzausschuss verwies. Nach den Worten von Gerd Neweling, Leiter des Amtes für Brücken und Stadtbahnbau, besteht die Arbeitsgruppe für die Sanierung aller Kölner Straßentunnel lediglich aus einer Sachgebietsleiterin, zwei Bau- und zwei Elektroingenieuren. Mit diesem Personal seien Leitung und Überwachung der komplexen und aufwendigen Sanierung des Tunnels „nicht zu stemmen“.

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Die Leistungen sollen jetzt europaweit ausgeschrieben werden; die Kosten werden mit rund 1,3 Millionen Euro beziffert. Die Sanierung des Tunnels soll im Herbst beginnen, 27 Monate dauern und rund 25 Millionen Euro kosten. Während der Bauzeit sollen immer zwei Spuren in jeder Richtung befahrbar sein. Nach Angaben der Verwaltung drängt die Zeit für die Stellenausschreibung, denn der Zeitplan für die Tunnelsanierung müsse eingehalten werden, um Überschneidungen mit den 2015 beginnenden Arbeiten an der Mülheimer Brücke möglichst gering zu halten.

Brandschutzmängel
Erste Maßnahmen 2012
1970 gebaut

Nach einer Inspektion des Tunnels verhängt die Stadt am 27. Juli 2012 auf Anraten der Feuerwehr wegen gravierender Brandschutzmängel ein Durchfahrverbot für Lastwagen ab 7,5 Tonnen, Reisebusse und Gefahrguttransporter. Für alle anderen Fahrzeuge wird das Tempo gedrosselt: Ab sofort galt Tempo 50 statt 80.

Bereits im Mai 2012 wurde mit dem Bau eines Fluchttreppenhauses begonnen. Zu den weiteren Maßnahmen gehörte unter anderem der Einbau einer Brandmeldeanlage. Eine Zeit lang hing eine provisorische Ampelanlage an der Brücke über dem doppelstöckigen Tunnel. Ende Oktober wurde eine neue Anlage installiert, die Stadt brachte im Tunnel außerdem LED-Tafeln und Lautsprecher an.

Der 540 Meter lange Tunnel, durch den täglich mehr als 100.000 Fahrzeuge fahren, wurde 1970 gebaut. Der Tunnel ist einer von vielen, die nachgerüstet werden müssen, weil die Auflagen nach einem Unfall im Montblanc-Tunnel verschärft wurden. Dort geriet am 24. März 1999 ein Lkw in Brand, 39 Menschen starben. Die Sanierung soll bis Ende 2015 dauern. Die Kosten betragen rund 30 Millionen Euro. (hsr)

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