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Bei Wohnungseinbruch: 12-Jähriger Dieb wehrt sich mit Reizgas

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Der 12-Jährige attackierte den Bewohner der Wohnung mit Reizgas Foto: Archiv
Ein 12-jähriger Einbrecher ist auf seiner Diebestour in Köln-Kalk von einem 26-jährigen in dessen Wohnung auf frischer Tat ertappt worden. Dabei zeigte sich der Junge äußerst wehrhaft.  Von 
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Als Artem Roppel, seine Frau und ihr sechsjähriger Sohn Donnerstagmorgen gegen 9.30 Uhr ihre Wohnung in Neubrück aufschließen, ist der Schuhschrank geöffnet, im Flur brennt Licht. „Da ist jemand“, flüstert Roppels Frau. „Wartet hier“, sagt der 26-Jährige und betritt die Wohnung.
flüstert Roppels Frau. „Wartet hier“, sagt der 26-Jährige und betritt die Wohnung.

Durch die geöffnete Tür im Badezimmer sieht er, wie ein Junge die Schminksachen durchwühlt. „Wer bist du? Was machst du hier?“, fragt Roppel. Der Einbrecher zieht eine Dose Reizgas, sprüht dem 26-Jährigen eine Wolke ins Gesicht, doch der dreht sich rechtzeitig zur Seite. Er überwältigt den Jungen, hält ihn fest. Da kommt die Schwester des Täters aus dem Schlafzimmer. „Bitte nicht schlagen!“, ruft sie. Artem Roppel ruft die Polizei.

Schlüsselbund vermisst

Während sie auf die Beamten warten, tischen die Einbrecher ihrem Opfer eine abenteuerliche Geschichte auf, wie sie angeblich an seine Wohnungsschlüssel gelangt sind.

Ein gewisser Gino hätte mit Roppel noch eine Rechnung offen, behaupten sie, Gino habe sie beauftragt, einzubrechen und die Wohnung leerzuräumen. „Alles Unsinn“, erzählt Artem Roppel tags darauf, „ich kenne keinen Gino.“ Tatsächlich hatte er seinen Schlüsselbund am Tag vor dem Einbruch vermisst. Er geht davon aus, dass er ihm gestohlen wurde.

Artem Roppel überraschte zu Hause zwei  Einbrecher.
Artem Roppel überraschte zu Hause zwei Einbrecher.
Foto: Arton Krasniqi

Polizisten nahmen Bruder und Schwester fest. Sie seien wegen ähnlicher Taten bekannt, sagte ein Behördensprecher. In ihrem Rucksack fanden die Beamten eine Spielkonsole, eine Goldkette und Kleingeld aus dem Sparschwein von Artem Roppels Sohn.

Der Sechsjährige sei seit Donnerstag sehr anhänglich, sagten die Eltern. „Er will nicht alleine im Zimmer sein, er hat Angst.“ Angst, dass die Täter zurückkehren. „Was machen wir dann?“, hat er seinen Vater gefragt. Der 26-Jährige antwortete: „Du braucht dich nicht zu fürchten. Papa beschützt dich.“

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Tim Stinauer
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