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Bildung: Kalker Schulen werden umsortiert

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Die Zukunft mehrerer Schulen und Gebäude wird derzeit bei Bürgern, in der Kommunalpolitik und in der Verwaltung heftig diskutiert - auch wie es mit der Katharina-Henoth-Gesamtschule weitergeht, ist unklar.  Foto: Ramme
Die Kalker Schullandschaft soll sich in naher Zukunft verändern. Ob es eine neue Gesamtschule, eine Stadtschule oder eine Grundschule geben wird, und wo diese untergebracht werden könnte, wird noch von der Schulverwaltung geprüft.  Von
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Kalk/Höhenberg

Das Schulangebot in und um Kalk wird in den nächsten Jahren neu sortiert. Die Hauptschulen Albermannstraße in Kalk und Hachenburger Straße in Humboldt-Gremberg sind ausgelaufen und inzwischen geschlossen. Dagegen werden an der Katharina-Henoth-Gesamtschule an der Adalbertstraße in Höhenberg jedes Jahr mehr Jungen und Mädchen angemeldet. Tendenz: steigend. Das Angebot an Gesamtschulplätzen reicht im Bereich Kalk schon lange nicht mehr aus.

Welche Zukunft hat die Adolph-Kolping Hauptschule?
Welche Zukunft hat die Adolph-Kolping Hauptschule?
Foto: Ramme

Während bereits feststeht, was mit dem Gebäude an der Hachenburger Straße geschehen wird – dort zieht die Förderschule von der Martin-Köllen-Straße ein – ist noch unklar, was aus dem Gebäude an der Albermannstraße wird. Hier reichen die Wünsche von Bürgern und Kommunalpolitikern von neuer Gesamtschule oder einer Stadtschule bis hin zu einer neuen Grundschule. Möglich sei aber auch eine Zweigstelle der Höhenberger Gesamtschule oder eine Erweiterung der benachbarten Adolph-Kolping-Hauptschule.

Zurzeit ein Ausweichquartier

Eine ungewisse Zukunft hat auch die Hauptschule Nürnberger Straße.
Eine ungewisse Zukunft hat auch die Hauptschule Nürnberger Straße.
Foto: Ramme

Noch bis zu den Sommerferien wird das Gebäude an der Albermannstraße von Schülern und Lehrern der Heinrich-Welsch-Förderschule für sprachbehinderte Kinder aus Flittard genutzt, deren Klassenräume gegenwärtig saniert und renoviert werden. „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Gebäudetrakt anschließend für weitere Auslagerungen benötigt wird“, heißt es in einer Antwort auf Fragen des Kalker Bezirksvertreters Heinz Peter Fischer (Linke). Die Schulverwaltung habe allerdings auch die Möglichkeit geprüft, dort – nach entsprechenden baulichen Veränderungen – einen Teilstandort der Höhenberger Gesamtschule einzurichten. Allerdings sei so eine Gesamtschul-Dependance schon alleine wegen der räumlichen Nähe besser an der Hauptschule Nürnberger Straße aufgehoben.

Da sich die Eltern in Köln gegen die vom Land favorisierte Gemeinschaftsschule ausgesprochen haben und es die von Bürgern und Mitarbeitern rund um das Projekt Kalkschmiede geforderte Stadtteilschule im Schulgesetz nicht gebe, sei rechtlich durchaus die Neugründung einer eigenständigen Kalker Gesamtschule möglich. Für solch eine Schule ist sogar schon ein Name im Gespräch. Sie solle im Gedenken an den kölschen Büttenredner, der in Kalk lebte und sich als einziger Karnevalist in seinen Witzen gegen die Nazis aussprach, Karl-Küpper-Schule heißen.

Die ehemalige Schule an der Albermannstraße.
Die ehemalige Schule an der Albermannstraße.
Foto: Ramme

Doch für eine vierzügige Schule reichten, so die Verwaltung, die vorhandene Klassen- und Fachräume nicht aus. Zumal die benachbarte katholische Adolph-Kolping-Schule an der Falkensteinstraße als eine „vergleichsweise stabile Hauptschule“ gilt. Sie führt derzeit 24 Klassen mit insgesamt 512 Schülern. Daher plädiert die SPD an der Albermannstraße für Zusatzräume für diese Hauptschule sowie die Einrichtung einer neuen Grundschule. „Die ist im Bereich Kalk-Nord dringend erforderlich“, sagt Kölns SPD-Chef Jochen Ott. Zusätzlich wäre in dem Gebäude noch Platz für Kinder- und Jugendarbeit – etwa für den Verein Pavillon.

Förderschulen ziehen später um

Aufgrund der klammen Stadtkasse fürchtet die SPD in der Kalker Bezirksvertretung um die bereits beschlossenen Erweiterungen und Umbauten an Schulen – so vor allem um die Vergrößerung des Kaiserin-Theophanu-Gymnasiums an der Kantstraße in Kalk und die Generalsanierung der Grundschule Forststraße in Rath-Heumar. Hier seien „keinerlei Verzögerungen beabsichtigt“, teilte die Verwaltung den Bezirksvertretern mit. Allerdings: „Inwieweit die prekäre Haushaltslage der Stadt Einfluss auf die Abwicklung der Schulbaumaßnahmen haben wird, lässt sich momentan nicht absehen.“

Verzögern werden sich jedoch die geplanten Umzüge im Bereich der Förderschulen. Da das Gebäude an der Hachenburger Straße noch saniert wird und Zusatzräume erhalten soll, verschiebt sich die endgültige Verlagerung der Martin-Köllen-Schule (Förderschule Lernen) bis zum Schuljahr 2016/2017. Dadurch kann deren jetziges Gebäude auch erst später von der Förderschule „Der Kleine Prinz“ – derzeit noch an der Vietorstraße untergebracht – genutzt werden, voraussichtlich ab Sommer 2017. (NR)

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