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CFK-Grundstück: Neue Büros mit Blick auf den Dom

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Diese Aussicht erwartet die Mieter im Köln-Cubus. Foto: Ramme
Ein städtebauliches Highlight mit unverstelltem Blick auf das Stadtpanorama: Der Köln-Cubus ist das erste große Bauprojekt auf dem Gelände Deutzer Feld. Ein Großteil der Bürofläche ist bereits vermietet.  Von
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„Trotz der widrigen Wetterverhältnisse in den vergangenen Wochen liegen wir mit den Bauarbeiten derzeit voll im Plan. Im Juni wird Richtfest gefeiert und im Spätherbst kann eingezogen werden“, sagt Henning Dumrese. Der Kölner ist Geschäftsführer des in Düsseldorf ansässigen Immobilien-Unternehmens Development Partner AG. Diese Entwicklungsgesellschaft, die zuletzt in Köln eines der Kranhäuser im Rheinauhafen und ein Geschäftshaus an der Ehrenstraße vermarktet hat, errichtet derzeit in der Nachbarschaft von Polizeipräsidium und Odysseum den „Köln-Cubus“.

Dieser Bürokomplex – die Gesamtkosten liegen bei rund 32 Millionen Euro – ist das erste Bauprojekt auf dem Deutzer Feld, dem Gelände zwischen Walter-Pauli-Ring, Gummersbacher Straße und Bahntrassen. Nach den Plänen von Peter Berner vom Kölner Architektenbüro Astoc entsteht ein modernes Bürogebäude mit insgesamt sieben Stockwerken zur Straße des 17. Juni und zur Liverpooler Straße hin sowie fünf Stockwerken im hinteren Bereich. „So hat man von den oberen Ebenen aus einen unverstellten Blick auf den Dom. Das hat doch was“, sagt Dumrese und lacht. „Man darf ja in Köln nichts bauen, ohne den Dom zu inszenieren.“

„offen, kommunikativ und lichtdurchflutet“

In Anlehnung an eine Geode oder Druse – das ist ein mit unterschiedlichen Kristallansammlungen gefüllter, ehemaliger Hohlraum im Gestein – soll das Gebäude nach außen repräsentativ und geschlossen, nach innen mit bodentiefen Fenstern, Hof und Grünzone „offen, kommunikativ und lichtdurchflutet“ wirken.

Als Analogie zu einer Geode basiert die architektonische Idee auf dem Gegensatzpaar Innen und Außen. So soll eine anthrazitfarbene Außenfassade aus mehrfach veredeltem Klinkermaterial und metallisch glänzenden Fensterrahmen einen Kontrast zu der Innenseite mit einem geräumigen Atrium samt Brunnen und Grünflächen sowie hellen Fassadenoberflächen bieten.

Der Blick von einem Kran zeigt den Fortschritt auf der Baustelle des Köln-Cubus.
Der Blick von einem Kran zeigt den Fortschritt auf der Baustelle des Köln-Cubus.
Foto: Ramme

Auch die Kölner Stadtverwaltung spricht hier von einem spannenden architektonischen Konzept. „Aus städtebaulicher Sicht ist dieses Bürogebäude ein erstes Highlight auf dem Gelände am Deutzer Feld“, sagt Wolfgang Tuch vom Amt für Stadtplanung. Und mit knapp 11 000 Quadratmetern sind die Räumlichkeiten recht flexibel. Dumrese: „Vom Innenausbau her ist das recht innovativ. Wir haben ganz pfiffige Innenarchitekten.“ Hatten die Investoren zunächst längere Zeit mit zwei Großmietern verhandelt, wurde das Konzept dann auf mehrere kleinere Nutzer umgestellt. Und das hat funktioniert.

„Die Vermietung war kein Selbstläufer, aber im Januar haben wir noch eine renommierte Firma aus der Region gewinnen können, die 5000 Quadratmeter übernimmt“, sagt Dumrese. Damit seien gegenwärtig nur noch 298 Quadratmeter Büroflächen nicht fest vergeben. „Aber auch hierfür liegen schon mehrere Reservierungsanfragen vor.“ Hauptmieter sind die Seven Principles AG, eine international agierende Unternehmensberatung mit Hauptsitz in Köln, dazu der japanische IT-Konzern NTT DATA mit weltweit mehr als 57 000 Mitarbeitern in 35 Ländern, und die Firma Regus, die weltweit als führender Anbieter für flexible Arbeitsplatzlösungen gilt.

Rund 500 Arbeitsplätze

Dumrese: „Insgesamt entstehen im Köln-Cubus rund 500 Arbeitsplätze.“ Und die haben weitgehend eine schöne Aussicht. So bieten die Dachterrassen der oberen Geschosse einen Blick bis ins Bergische Land und von der Westseite her ist die Skyline der Innenstadt mit dem Dom zu sehen.

Die geplante Außenanlage bietet die Möglichkeit einer überdachten und komfortablen Vorfahrt bis vor die zweigeschossige Lobby. Dumrese: „Der Eingangsbereich gleicht durchaus dem eines Sterne-Hotels.“ Außer einer geräumigen Tiefgarage mit rund 200 Einstellplätzen im Erdgeschoss sind zudem kleinere Gastronomiebetriebe vorgesehen – sowohl für den täglichen Bedarf als auch für besondere Anlässe, wie es heißt. Das alles sei sicher auch attraktiv für die Mitarbeiter künftiger Bürobauten, Dienstleistungsbetriebe oder auch eines Hotels, die noch auf dem Deutzer Feld geplant sind. Denn in den kommenden Jahren soll das gesamte, rund 48 000 Quadratmeter große Brachareal mit seinen vier Baufeldern, das der ehemaligen Bahn-Tochter Aurelis Real Estate gehört, möglichst zugebaut werden.

„Wir haben in den vergangenen Monaten bereits mehr als eine Million Euro in die Erschließung des Geländes sowie in Kanal- und Straßenbauarbeiten investiert“, sagt Aurelis-Sprecher Dirk Dratsdrummer. „Die Voraussetzung für die weitere Bebauung ist damit geschaffen.“ Allerdings rechnet er in diesem Jahr nicht mehr mit weiteren Neubauten. „Wir sind zwar mit einigen Interessenten in guten Verhandlungen, aber vor Ende 2014 passiert da wohl nicht mehr viel.“

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