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Demonstration: Tanz für Autonomes Zentrum

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Bei einer „Nachttanzdemo“ mit DJs und Musik haben am Wochenende rund 1100 Teilnehmer in der Innenstadt demonstriert. Man wolle eine Räumung der ehemaligen KHD-Kantine in der Wiersbergstraße nicht zulassen, hieß es in einem Demonstrationsaufruf: „Erwartet Widerstand.“ Foto: Michael Bause
Bei einer „Nachttanzdemo“ mit DJs und Musik sind am Wochenende rund 1100 Teilnehmer durch die Innenstadt gezogen. Eine Räumung der ehemaligen KHD-Kantine in der Wiersbergstraße wolle man nicht zulassen.  Von
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Rund 1100 Menschen haben am Wochenende für den Erhalt des Autonomen Zentrums in Kalk demonstriert. Sie zogen bei einer „Nachttanzdemo“ mit DJs und Musik durch die Innenstadt. Man wolle eine Räumung der ehemaligen KHD-Kantine in der Wiersbergstraße nicht zulassen, hieß es in einem Demonstrationsaufruf: „Erwartet Widerstand.“

Kurz vor dem Neumarkt, wo die Abschlusskundgebung stattfand, geriet die Situation für einige Minuten außer Kontrolle. Laut Polizei drängten einige Demo-Teilnehmer Beamte, die den Protestzug begleiteten, zur Seite. Es seien Flaschen auf Polizisten geworfen worden. Ein Beamter erlitt einen Nasenbeinbruch, eine Beamtin einen Schwächeanfall. Die Polizisten setzten Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Ein Demonstrant bekam eine Anzeige wegen Landfriedensbruchs und Körperverletzung, zwei wurden angezeigt, weil sie Feuerwerkskörper gezündet haben sollen. Die Abschlusskundgebung endete schließlich friedlich gegen 21.30 Uhr.

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Das Autonome Zentrum existiert mittlerweile fast drei Jahre und hat sich als alternatives Kulturzentrum etabliert. Die Besetzung des ungenutzten Hauses wurde durch einen Mietvertrag mit einer Sparkassen-Tochter legalisiert, die die alten KHD-Liegenschaften besitzt. Stadt und Sparkasse haben immer klar gestellt, dass das Gebäude im Zuge einer Neugestaltung des gesamten Areals im Kalker Südosten abgerissen werden soll. Dazu muss der Mietvertrag mit einem Verein gekündigt werden, der als Vertragspartner der Sparkassen-Tochter die Aktivitäten im Autonomen Zentrum unterstützt. Der Vertrag sieht eine dreimonatige Kündigungsfrist vor.

Die Sparkasse bestätigt, dass auch Monate nach der Übergabe des Grundstücks an die Stadt immer noch keine Kündigung erfolgt sei. Daran werde sich in Kürze auch nichts ändern, so Unternehmenssprecher Norbert Minwegen. Man sei „noch in Gesprächen mit der Stadt, wann und wie die Kündigung erfolgen soll“. Einen Zeitplan gebe es noch nicht. Sobald der feststehe, werde man mit dem Trägerverein sprechen. „Wir gehen davon aus, dass die Zusage gilt, dass das Gebäude dann friedlich geräumt wird“, so Minwegen.

Im Plenum des Zentrums ist ein „Aktionskonsens“ beschlossen worden, in dem es heißt, dass man keinen „aktiven Widerstand“ leisten werde, wenn das Gebäude geräumt werden. Allerdings wolle man das Haus auch nicht freiwillig verlassen. So werde „passiver Widerstand“ geleistet. Die Polizei werde eine „spannende Schnitzeljagd“ erleben, bis „auch die Letzten von uns hinausgeprügelt und losgeschweißt sind“.

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