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Einweihung: Teamarbeit für die Jugend

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Spaß am Kicker: Die Jugendlichen im eröffneten Pavillon probierten das gespendete Spielgerät direkt aus.  
Dem Engagement zahlreiche Helfer ist es zu verdanken, dass der Umzug der Jugendeinrichtung Pavillion geglückt ist. Mit Geld, Sachspenden und Tatkraft haben sie dafür gesorgt, dass die Jugendarbeit weitergehen kann.  Von
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Merheim

Pfarrer Franz Meurer brachte bei der Eröffnung der Jugendeinrichtung Pavillon auf dem ehemaligen Madaus-Gelände die Stimmung auf den Punkt: „Das ist ein fantastisches Projekt für Merheim. Aber wenn nicht alle mithelfen, geht so etwas nicht.“ . Wenn sich nicht verschiedene Vereine, Institutionen, Ämter sowie Politiker und Privatleute engagiert hätten, wären die Räume des Pavillons wohl in einer Verbrennungsanlage entsorgt worden.

Klüngel in seiner besten Form

„Dass der hölzerne Pavillon-Bau einen dritten Standort gefunden hat und nun an der Ecke von Hopfenstraße und Walnussweg steht, ist ein perfektes Beispiel für kölschen Klüngel in seiner besten Form“, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Jochen Ott. Gemeinsam mit Gerrit Krupp, dem Vorsitzenden der Merheimer Sozialdemokraten, hatte Ott schnell reagiert, als der 90 Quadratmeter große Pavillon, der bis September 2012 an der Albermannstraße in Kalk-Nord stand, für ein Neubauprojekt weichen musste.

Pavillon war Geschenk

Der Pavillon ist von Studenten der Deutzer Fachhochschule um Professor Peter Scheder geplant, gebaut und 1997 als Geschenk an die Stadt Köln dem damaligen Oberbürgermeister Norbert Burger übergeben worden. Danach wurde der Bau vom Kalker Bezirksamt und der städtischen Jugendpflege betreut und bewirtschaftet. (NR)

Im Eilverfahren war der Umzug der Einrichtung organisiert worden, und dank zahlreicher Helfer kann die Jugendarbeit am neuen Standort – in der Neubausiedlung wohnen knapp 900 Kinder und Jugendliche – in dieser Woche beginnen.
„So schnell passiert ansonsten nie etwas in Köln“, sagte Ott. Eher unverhofft also ist der Pavillon-Verein, der gegenwärtig auch noch eine Jugendeinrichtung an der Remscheider Straße in Kalk betreibt, an eine Zweigstelle in Merheim gekommen. „Es gab viel Zuspruch und Unterstützung“, sagte Sozialarbeiter Michael Janas, der den Helfern bei der Einweihung dankte.

Unterstützung für das Zusammenleben im Bezirk

Architekt Wolfgang Huck hatte ehrenamtlich die Planungen übernommen, die Firma Colonia hatte Spezialfahrzeuge für den Umzug zur Verfügung gestellt. Die Baufirma Wassermann um Anton Bausinger hatte auf die Hälfte ihres Geldes verzichtet, ebenso die Rhein-Energie. Die Kalker Bezirksvertretung, das Bürgeramt und die Wohnungsbaugesellschaft GAG hatten das Projekt bezuschusst, Jugendliche vom Internationalen Bund haben bei der Renovierung geholfen. Geld, Sachspenden und Tatkraft kamen auch von den Kirchengemeinden, dem Bürgerverein und der Stiftung Kalk-Gestalten. Janas: „Das sind Netzwerker, die Spenden anbringen – oder auch einen Kicker.“ Zu Recht, sagte Bezirksbürgermeister Markus Thiele. „Das Pavillon-Team unterstützt das Zusammenleben im Bezirk enorm.“ Aus diesem werden Maureen Stehle, Emrah Ceylan und Maurizio Arca in Merheim mitarbeiten – in Kooperation mit dem Merheimer Treff sowie dem benachbarten Bau-Spielplatz. Janas: „Wir können schon jetzt voneinander profitieren. Die einen haben Strom, die anderen Mülltonnen.“

Doch das sind nur die Anfänge der Zusammenarbeit. Schließlich sollen die Räume des Pavillons auch für weitere soziale Zwecke zur Verfügung stehen: Geplant sind regelmäßige Seniorentreffen sowie Mittagsbetreuung und Hausaufgabenhilfe für Kinder und Jugendliche. Nachbarschaftstreffen sind ebenfalls geplant. Jochen Ott: „Die Vernetzung muss weitergehen.“

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