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Erholungsgebiet: Rather See wird Freizeitparadies

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Bei schönen Wetter lockt der Baggersee viele Badegäste. Um im See zu schwimmen oder am Ufer zu Grillen werden von den Besuchern häufig Zäune oder Brombeerhecken niedergetrampelt. Foto: Ramme
Die Planung für die Umgestaltung des Rather Sees in ein Naherholungsgebiet geht voran. Noch streiten Bezirksvertreter und Verwaltung aber über Details der Ausbaupläne. Ein vorläufiger Beschluss ist für Juli 2013 geplant.  Von
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Die Verantwortlichen des Freizeitprojektes Rather See sind zufrieden. Laut Investor André Honerbach und Mit-Initiator Florian von Stein als Vertreter der Eigentümergemeinschaft liegen die Planungen voll im Zeitplan. Derzeit werden die Details für die Umwandlung der ehemaligen Kiesgrube, die bei schönem Wetter häufig für illegales Badevergnügen genutzt wird, in ein Schwimm-, Wassersport- und Freizeitparadies ausgearbeitet. „Grundsätzlich ist die Rekultivierung des Geländes im westlichen, nördlichen und östlichen Teil weitgehend abgeschlossen. Nur der durch den Baubetrieb entstandene Rundweg muss noch zurückgebaut werden“, sagt von Stein. Der südliche Abschnitt und künftige Strandbereich entstehe gemäß der wasserrechtlichen Verordnungen.

Allerdings hinkt die Stadtverwaltung in ihren Planungen hinterher. Die Vorlage, die eigentlich in diesem Monat von den Kalker Bezirksvertretern beschlossen werden sollte, ist kurzfristig zurückgezogen worden. „Bei Politik und Verwaltung gibt es noch erheblichen Beratungsbedarf“, sagt Stadtplaner Wolfgang Tuch zur Begründung. „Die Vorlage kommt im Juli – definitiv.“

Planungsziele sind veränderbar

Klar zurückgewiesen hat die Verwaltung dagegen den Versuch von Bezirksvertreter Hans Peter Fischer, das gesamte Projekt aufgrund möglicher Formfehler im Bebauungsplanverfahren platzen zu lassen. So hatte Fischer für eine Neuaufnahme des Verfahrens plädiert, da sich die Planungen für die Freizeitanlage inzwischen „in gravierendem Maß geändert haben“, und nicht mehr dem Beschluss des Stadtentwicklungsausschuss vom Dezember 2011 entsprächen.

Hintergrund: Stadt haftet nicht

Die Stadt will im Falle eines Scheiterns des Projekts am Rather See nicht einspringen, um Teile des Gewässers zu übernehmen. Das sei, so heißt es, „aufgrund der Haushaltssituation und Prioritätensetzung nicht möglich“. Eine Naherholungs- oder Badenutzung ist künftig dort nicht vorgesehen.

Der See und die Uferbereiche gehören anteilig verschiedenen privaten Eigentümern, die für die Sicherung des Geländes (Zaunanlagen, Beschilderung und Überwachung) zuständig und verantwortlich sind.

Hierzu teilte die Verwaltung den Kalker Bezirksvertreten mit, dass man mit dem damaligen Einleitungsbeschluss nur „generelle Planungsziele“ festgelegt habe – die seien durchaus veränderbar.
Nach aktuellem Stand seien etwa zwei Wasserski-Bahnen geplant, während in der Ursprungsplanung die zweite nur als Option ausgewiesen war. Ein dritte, gleichgroße Bahn, die, so Fischer, bislang den Bürgern verschwiegen worden sei, sehe der Plan nicht vor: Es handele sich dabei um eine zusätzliche temporäre Anlage zum Üben von Starts, die nur bei Bedarf aufgebaut und eingesetzt werde. Ob diese Startrampe überhaupt zulässig sei und gebaut werden könne, soll die Prüfung in einem weiteren Planverfahren ergeben, heißt es.

Erholungsgebiet für Kalk und Umgebung

Fischer bemängelt, dass die Planungen in der Zwischenzeit weiter „in Richtung betriebswirtschaftlicher Optimierung und Gewinnmaximierung“ verfolgt würden: „Augenscheinlich haben die Bedürfnisse der Menschen vor Ort nach einem Naherholungsgebiet, wie die der Angler oder des Naturschutzes, nur noch untergeordnete Rollen gespielt“, so der Politiker. Die Verwaltung schätzt das anders ein und weist die Darstellung Hans Peter Fischers zurück, wonach die Organisatoren nicht über die erforderlichen Flächen verfügten und damit „die Gesamtplanung obsolet“ sei.

Für ihre ursprüngliche Planung hatten die Investoren nicht alle Grundstücke rund um den See erwerben können, da sich drei Eigentümer quer stellten. Aus diesem Grund ist die genaue Lage von Badestrand und Wasserskianlagen erneut verändert worden. Die Verwaltung rechnet weiter mit der Realisierung der Pläne: Ziel sei, Erholungs- und Freizeitangebote für den Bezirk Kalk und angrenzende Stadtteile zu schaffen. Von einer „überregionalen Nutzung“, wie von einigen Bürgern und Bezirksvertretern befürchtet, gehe man jedoch nicht aus.

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