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Germania-Siedlung: Parkplatzmangel seit über fünf Jahren

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Das Parken in der Weimarer Straße gestaltet sich mitunter schwierig, denn in der Germania-Siedlung sind Stellplätze rar. Foto: Ramme
Seit über fünf Jahren wird darüber diskutiert, wie man die schwierige Parkplatzsituation in der Germania-Siedlung verbessern kann. Doch freie Flächen für zusätzliche Parkplätze stehen laut Stadtverwaltung nicht zur Verfügung.  Von
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Höhenberg

In den Abendstunden und wenn an schönen Tagen das Höhenbergbad gut besucht ist, sind in der gesamten Germania-Siedlung kaum Parkplätze zu finden. Doch nicht nur Auswärtige, auch die direkten Anwohner irren oft mit ihren Autos in den schmalen Einbahnstraßen der unter Denkmalschutz stehenden Siedlung umher, um doch noch einen Stellplatz zu ergattern. Bereits mehrfach haben Kalks Bezirksvertreter das Thema diskutiert und sich um Lösungen bemüht.

Diskussion reicht zurück bis 2006

Doch die Antwort auf die Fragen von Linken-Vertreter Heinz-Peter Fischer lässt Politiker wie Bürger gleichermaßen ratlos. „Der Verwaltung ist die Parkplatzsituation in der Germania-Siedlung bekannt“, hieß es jetzt in der Bezirksvertretung. „Es wurden alle Möglichkeiten geprüft, zusätzlichen Parkraum zu schaffen. Es gibt keine weiteren Flächen in der Siedlung, die zu Parkzwecken zur Verfügung gestellt werden können.“

Für diese Antwort hat die Verwaltung fast ein halbes Jahr gebraucht. Doch lange Wartezeiten haben rund um die Germania-Siedlung bereits Tradition. „Keiner kann erklären, warum das alles so lange dauert“, sagt Kalks Bezirksbürgermeister Markus Thiele. Er verweist auf einen Beschluss der Bezirksvertretung vom Mai 2008. Damals hatten die Stadtteilpolitiker erste Ideen der Verwaltung diskutiert, im Zuge der beschlossenen Generalsanierung der Germaniastraße auch die Parkplatzsituation zu verbessern. Damals hatte die Verwaltung angekündigt, die genaue Planung – sobald sie dann erstellt sei – den Bezirksvertretern vorzustellen. Darauf warten sie noch heute.

Mindernutzung als PKW-Parkplatz abgelehnt

In einer Information zum Zwischenstand hieß es im vergangenen Jahr, dass ein „Ingenieurbüro beauftragt und das Projekt in Arbeit sei. Thiele: „Geschehen ist bislang nichts.“ Noch länger zurück – bis zum September 2006 – geht eine einstimmige Forderung der Kalker Bezirksvertretung, die Wiese zwischen Germaniastraße und der Gleis-Trasse der Eisenbahn in eine Parkplatzfläche für Besucher des Höhenberg-Bades umzuwandeln. Eine solche „Mindernutzung als Pkw-Parkplatz“ lehnte die Verwaltung ab, da das Grundstück als Baugelände vermarktet und verkaufen werden soll, um Geld in die klamme Stadtkasse zu bekommen.

Drei Jahre später, im Dezember 2009, stellte man fest, dass „sich die Fläche nicht für eine Wohnbebauung eignet“. Es sei daher nur eine „eingeschränkte gewerbliche Nutzung“ möglich, hieß es. Eine mögliche Zwischennutzung als Parkfläche lehnt die Stadtverwaltung weiterhin ab – obwohl bekannt ist, dass „ein Verkauf schwierig ist“, verweist sie auf zwei potenzielle Interessenten für das Grundstück. „Die Ergebnisse der Verhandlungen sind abzuwarten“, hieß es kürzlich in einer Mitteilung der Verwaltung an die Kalker Bezirksvertretung.

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