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Grüngürtel: Viel Lob für Kölner Grün-Konzept

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Der Vingster Ring soll vierspurig bleiben. Die Anregung der Grün-Stiftung, diese Straße zur verkleinern , lehnen Kalks Bezirksvertreter ab. Foto: Ramme
Das umfangreiche Grün-Konzept für den Wald- und Wiesengürtel Kölns ist von den Kalker Bezirksvertretern gelob worden. Die meisten Vorschläge stoßen überall auf Zustimmung. Ein Rückbau des Vingster Rings wird jedoch abgelehnt.  Von
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Vingst/Merheim

Der Vingster Ring soll bleiben wie er ist - eine vierspurige Durchgangsstraße. Da waren sich Kalks Bezirksvertreter einig. Einen Rückbau der Straße an der Südostseite entlang der Kleingärten, wie er in dem von der Stadtverwaltung und der Stiftung Grün im Rahmen des Entwicklungskonzepts "Grüngürtel: Impuls 2012" für den Äußeren Grüngürtel vorgeschlagen wird, lehnten die Bezirksvertreter einstimmig ab. Im Grüngürtel-Konzept war die Straße als "im Verhältnis zum Verkehrsaufkommen überdimensioniert" bezeichnet worden. Daher könnten dort "der Raum für den Kfz-Verkehr reduziert und stattdessen großzügige Bewegungsräume für Radfahrer und Fußgänger angeboten werden".

Doch diesen Vorstellungen wollten die Bezirksvertreter nicht folgen. "Ein Rückbau kommt für uns gar nicht in Betracht. Das wäre kontraproduktiv", sagte SPD-Fraktionschef Oliver Krems. Schließlich soll der Vingster Ring im Hinblick auf das Neubaugebiet Waldbadviertel gerade in diesem Teil als Umgehung für Ostheim weiterentwickelt werden.

Lob für umfangreiches Grün-Konzept

Ansonsten gab es viel Lob für das recht umfangreiche Grün-Konzept, mit dem historische Vision aus den 1920er Jahren aufgegriffen werden. Es geht darum, einen Wald- und Wiesengürtel auf beiden Seiten des Rheins zu erhalten und zu vervollständigen. Dieser Grüngürtel soll sowohl von den Bewohnern der angrenzenden Quartiere als auch von der Bevölkerung der Gesamtstadt genutzt werden können. Aufgrund seiner Lage und Dimension erfüllt der Äußere Grüngürtel, so heißt es, "Aufgaben der Naherholung, der Natur- und Landschaftsentwicklung, der Klimaverbesserung und der Stadtgestaltung".

Die alte Idee eines kompletten, geschlossenen Grüngürtels auf den Flächen der ehemaligen preußischen Befestigungsanlagen, die ringförmig die Stadt umfassen, wird in dem Konzept aufgegriffen und "als Alleinstellungsmerkmal interpretiert". Dies bedeute für die Stadt gleichermaßen Chance und Verpflichtung: Bei eng gewordenen Spielräumen in den öffentlichen Haushalten sei es entscheidend, wie weit die Kölner Bürgerschaft für die Weiterentwicklung ihres Grünflächensystems gewonnen und mobilisiert werden kann.

Halber Boltzplatz für Jugendliche

Baumstämme lagern schon lange an dem Höhenberger Acker, der für Aktivitäten von Jugendlichen bereitgestellt werden soll.
Baumstämme lagern schon lange an dem Höhenberger Acker, der für Aktivitäten von Jugendlichen bereitgestellt werden soll.
Foto: Ramme

Während im Linksrheinischen der Erhalt des nach historischer Planung ausgebauten Teil des Grüngürtels im Vordergrund steht, zielt das Konzept, das Bernd Pniewski vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen den Bezirksvertretern vorstellte, im Rechtsrheinischen auf den Ausbau des nur fragmentarisch vorhandenen Grüngürtels.

Bezirksvertreterin Eva-Maria Gärtner-Plückthun (CDU) wünscht zudem, dass das Ackerland an der Olpener Straße, auf dem sich ein Bolzplatz befand, in das Konzept einbezogen wird. Schließlich soll der Acker - so ihr Kenntnisstand - zur Hälfte wieder den Jugendlichen zur Verfügung gestellt werden. Nach einem schweren Sturm habe die Verwaltung dort die umgestürzten Baumstämme gelagert. "Seitdem ist an dieser Stelle nichts mehr passiert."

Auf Durchführbarkeit prüfen

Außerdem bedauert Gärtner-Plückthun, dass der Spielplatz an der Merheimer Heide immer noch nicht wieder mit Spielgeräten versehen worden ist. Die geplante bessere Beschilderung am Gremberger Wäldchen wird von der CDU begrüßt. Jedoch sollte in dem Zusammenhang der Weg, der in Höhe des Bahnübergangs die Porzer Ringstraße überquert, verbessert werden.

SPD-Mann Krems begrüßte, dass sich durch die Öffnung der Kleingärten an der Ostheimer Straße in Vingst für Spaziergänger "eine attraktive Wegeverbindung" ergebe. Allerdings schlägt er vor, es auf die Tageszeiten zu begrenzen. Dies habe sich in der Vergangenheit bewährt. "Längere oder gar dauerhafte Öffnungszeiten sind nicht erforderlich." Das sahen die Bezirksvertretungs-Kollegen ähnlich und stimmten Krems Änderungsvorschlag einhellig zu.

In den kommenden Monaten will die Verwaltung, so Pniewski, anhand der Prioritätenliste des Entwicklungskonzeptes die einzelnen Arbeitsschritte auf ihre Durchführbarkeit prüfen. "Bislang sind alle Vorschläge ja nur aus fachlicher Sicht erfolgt." Bei der Finanzierung setzt die Stadt auf Fördermittel des Landes.

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