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Hauptschule: Unterricht mit Mini-Computer

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Tobias, Lisa, Gionathan und Patrick (v.l.) aus der Klasse 8c der Hauptschule Nürnberger Straße probierten die Tablet-Computer aus. Foto: Christ
„Das ist cool“, sagt die 14-jährige Lisa und fährt mit dem Finger über den kleinen Bildschirm. Der Förderverein „Neue Medien für Kölner Schulen“ hat der Hauptschule Nürnberger Straße 28 Tablet-PCs samt kabellosem Internetzugang gestiftet.  Von
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Keine Bücher, Hefte oder Tafeln – die Mondfinsternis kommt ganz ohne Papier und Kreide ins Klassenzimmer. Nur mit dem Tablet-PC in der Hand lernen die Achtklässler der städtischen Gemeinschaftshauptschule Nürnberger Straße an diesem Morgen, wie das Schauspiel der Himmelskörper funktioniert. „Das ist cool“, sagt die 14-jährige Lisa und fährt mit dem Finger über den kleinen Bildschirm. 28 Geräte hat der Verein „Neue Medien für Kölner Schulen“ gespendet. Die Klasse 8c war die erste, die die an Kölner Schulen noch kaum verbreiteten iPads ausprobieren konnte.

Auch der kabellose Internetzugang stammt vom Verein, der von etwa 40 Unternehmen finanziert wird. Bis zu den Sommerferien sollen weitere Schulen flexibel surfen können – auch mit Hilfe des Telekommunikationsanbieters NetCologne. Hans Konle, Sprecher der Geschäftsführung, überreichte dem Vereinsvorsitzenden Raymund Witte in der Schule einen Scheck über 50 000 Euro. Insgesamt 25 weiterführende sowie Grundschulen werden nun mit der kabellosen W-Lan-Technik ausgestattet. Oberbürgermeister Jürgen Roters ist dankbar für die private Unterstützung: „Die Stadt gibt 3,1 Millionen Euro für die technische Ausstattung an Kölner Schulen aus, aber das reicht nicht.“

Der Verein „Neue Medien für Kölner Schulen“ fördert Schulen in sozial schwierigen Gebieten, in denen oft das Geld für zeitgemäße Unterrichtsmethoden fehlt. Sind die Lehrer bereit, sich fortbilden zu lassen und gibt es ein ausgereiftes Medienkonzept, stellt der Verein die W-Lan-Technik zur Verfügung. Voraussetzung ist aber auch ein zentrales Netzwerk sowie das Bekenntnis zur Inklusion – also dem gemeinsamen Lernen von behinderten und Kindern ohne Handicap. Kindern mit Beeinträchtigungen helfen die Tablets, manche Hürde zu überwinden, weiß Raymund Witte. Blinde zum Beispiel würden sprachgesteuert durch die Menüs geführt.

Vorteile zu klassischen PCs

Für Rektorin Karin Lorra-Giese gibt es weitere Vorteile, vor allem im Vergleich zu klassischen PCs: „Immer sind zwei oder drei kaputt und sie brauchen acht bis zehn Minuten, bis sie hochgefahren sind. Tablets fahren nicht hoch, sie sind sofort da.“ Nun soll die Technik auch in anderen Unterrichtsbereichen eingesetzt werden.

Die klassische Tafel hat ausgedient an diesem Morgen. Lehrer Oliver Zinn zeigt das Programm, das auf seinem Tablet abläuft, auf einem großen Monitor. Auch die Schüler können so allen zeigen, was auf ihrem Schirm passiert. Schülerin Lisa hat zu Hause auch einen mobilen Kleincomputer, den sie sonst für Internetspiele nutzt. Dass es nun um handfestes Wissen geht, stört die 14-Jährige keineswegs: „Das ist trotzdem cool.“

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