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Jugendarbeit: Ein Pavillon voll mit Jugendangeboten

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Konkurrenzkampf nur im Spiel: Die Cousins Orhan (l.) und Ali (r.) finden unter der Aufsicht des Lehramtsstudenten Emrah Ceylan heraus, wer der bessere Spieler am Kickertisch ist.  Foto: Koll
Die Ferien-Aktionen des Vereins Pavillon in Kalk bringen regelmäßig viele Jugendliche zusammen. Gemeinsam waren sie unter anderem schon Klettern, BMX fahren und Klettern. Kickern und Billardspielen sind jeden Tag angesagt.  Von
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Ihre Ferien beschließen der 15-jährige Orhan und sein drei Jahre jüngerer Cousin Ali Toskov am Kickertisch. „Ich bin der Beste am Kicker“, gibt sich Orhan selbstbewusst. „Lügner!“, stichelt Ali zurück – und schon fliegen die Bälle über den Tisch in den Räumen des Vereins Pavillon an der Remscheider Straße 18a im Kalker Norden.

Kicker, Billard und auf der Playstation Fußball spielen – so feiern zwölf Jugendliche den Abschluss der Ferienfreizeit, die das Bündnis „Schäl Sick gegen Rassismus“ im Offenen Treff angeboten hatte. Gemeinsam sind die Jugendlichen in der Kalker Abenteuerhalle auf BMX-Rädern gefahren, geklettert und haben zusammen in der Küche des Pavillons gekocht. Alles finanziert durch Spenden.

„BMX war besonders cool“, sagt Ali. „Wir haben Tricks gemacht, in der Halfpipe bin ich zum Beispiel hochgesprungen.“ Anfangs habe er davor zwar Angst gehabt, und hingefallen sei er auch. „Jetzt habe ich einen blauen Fleck, aber das macht nichts, weil es so viel Spaß gemacht hat.“ Cousin Orhan fügt hinzu: „Auf der Buckelpiste zu fahren, war auch toll.“

Gemeinsam kochen und essen

Ziel des Angebots sei gewesen, neben den regelmäßigen Besuchern des Pavillons vor allem Jugendliche aus Roma-Familien anzusprechen, berichtet Emrah Ceylan. Der Lehramtsstudent arbeitet im Pavillon und hat die Ferienfreizeit mit geleitet. Insbesondere aus Bulgarien und Rumänien seien in den vergangenen Jahren viele Roma-Familien zugewandert. „Die Jugendlichen aus diesen Familien kommen aber selten zu uns“, sagt Ceylan. „Das ist schade, denn wenn nicht einmal die Kinder miteinander spielen, wie sollen die Erwachsenen dann miteinander klar kommen?“

Und dass sie das eben nicht tun, erlebt Ceylan immer wieder im Alltag. „Neulich gab es einen Gas-Alarm in einer Straße, in der viele Zuwanderer leben“, beschreibt er. „Da haben einige Nachbarn aus den Fenstern Parolen losgelassen wie: Lasst sie doch vergasen, lasst sie verbrennen. Ich dachte, ich höre nicht richtig. Das war ekelhaft.“

Im Pavillon läuft das Miteinander anders: Am Abschlussabend der Ferienfreizeit essen die Jugendlichen noch einmal gemeinsam. Am Abend zuvor hatten sie Spaghetti Bolognese gekocht. „Viel zu viel“, sagt Ceylan. „Ihr wart alle super“, ruft er den Teilnehmern zu, darunter Ali und Orhan. Bleibt nur noch die Frage zu klären, welcher Cousin der bessere Kickerspieler ist.

Infos zum Verein gibt es auch im sozialen Netzwerk Facebook im Netz: www.facebook.com/PavillonKalk

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