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Jugendeinrichtung: Ein Pavillion zieht um

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Engagieren sich für Erhalt und Umsetzung des Pavillons: Gerrit Krupp (v.l.), Sabine Klein und Jochen Ott. Foto: Norbert Ramme
Sieben Jahre lang wurde der Pavillon an der Manteuffelstraße für die Kinder- und Jugendarbeit in Kalk genutzt. Dem geplanten Abbruch kann der Holzbau nun durch einen Umzug nach Merheim entgehen. Eine Rettung in letzter Sekunde.  Von
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Merheim/Kalk

Überraschend erhält der Pavillon, der in den vergangen sieben Jahren an der Manteuffelstraße für Kinder- und Jugendarbeit genutzt wurde, noch einmal eine neue Aufgabe. Eigentlich sollte der hölzerne Bau in dieser Woche im Rahmen der Sanierung des gesamten Kalker Wohnblockes dem Bagger zum Opfer fallen. Doch so weit wird es nicht kommen. Gerrit Krupp, der Vorsitzende des Merheimer Ortsvereins der Sozialdemokraten, und der SPD-Landtagsabgeordnete Jochen Ott haben die wohl letzte Chance zur Rettung des Pavillons genutzt. Nun soll das 90 Quadratmeter große Gebäude kurzfristig nach Merheim in die Neubausiedlung auf dem ehemaligen Madaus-Gelände verlagert werden. Dort sind in den vergangenen Tagen auf einer dem Bauspielplatz benachbarten Wiese bereits die Löcher für die notwendigen Fundamente ausgehoben worden.

Auf Initiative von Krupp und Ott hatte die Wohnungsbaugesellschaft GAG nochmals Zustand und Statik des Pavillons überprüft. „Entgegen ursprünglichen Einschätzungen, dass die mobile Einheit nicht noch ein weiteres Mal umgesetzt werden könne, geht das nun doch und wird auch von uns mitfinanziert“, sagt Sabine Klein vom Sozialmanagement der GAG. Da im Bereich Kalk-Nord kein geeignetes Grundstück zur Verfügung steht, sahen die Merheimer ihre Chance. Schließlich stehen beide Veedel in der städtischen Prioritätenliste für neue Jugendeinrichtungen weit vorne.

Freigabe im Schnellverfahren

Vertreter von Pavillon und Bauspielplatz  am neuen Standort.
Vertreter von Pavillon und Bauspielplatz am neuen Standort.
Foto: Norbert Ramme

„Eile war geboten, aber wir haben es geschafft“, sagt Krupp. Die Stadt hat im Schnellverfahren eine kleine Grünfläche freigegeben und die Baugenehmigung erteilt. Bei der Umsetzung des Pavillons wollen das Technische Hilfswerk und die Firma Colonia Spezialfahrzeuge ehrenamtlich helfen. Beide waren schon im Jahr 2005 mit dabei, als der Pavillon von seinem ersten Standort auf einem Eckgrundstück an der Kalker Hauptstraße und Vietorstraße zur Manteuffelstraße versetzt wurde.

„Wir sind alle glücklich, dass der Pavillon nochmals genutzt werden kann“, sagt Michael Janas vom Trägerverein Pavillon e.V., dessen Kinder- und Jugendarbeit in Kalk vorläufig in eine ehemalige Kneipe verlegt worden ist. Allerdings hat sich der Verein auch schon in Merheim engagiert. Mitarbeiter Emrah Ceylan etwa organisierte dort offene Angebote in einer Wohnung und rund um eine Bushaltestelle, sein Kollege Daniel Weltner lud zu mobilen Sport- und Spielaktionen auf den Bolzplatz neben dem Bauspielplatz ein. Auch dessen Macher freuen sich über die neue Kooperation. Vorsitzender Frank Adler: „Bauspielplatz und Pavillon ergänzen sich. Das wird eine gute Sache.“

Pavillon war Geschenk

Der Pavillon ist von Studenten der Deutzer Fachhochschule um Professor Peter Scheder geplant, gebaut und 1997 als Geschenk an die Stadt Köln dem damaligen Oberbürgermeister Norbert Burger übergeben worden. Danach wurde der Bau vom Kalker Bezirksamt und der städtischen Jugendpflege betreut und bewirtschaftet. (NR)

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