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Rettungshubschrauber: Luftsportclub bietet Landeplatz an

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Foto: dpa
Schon vor Jahren war der Segelflugplatz Kurtekotten in Leverkusen im Gespräch als Landeplatz für die Kölner Rettungshubschrauber. Damals wurde mit Blick auf Fluglärm stets abgewunken. Doch jetzt gibt es ein konkretes Angebot.  Von
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Landen die Rettungshubschrauber künftig doch nicht auf dem Kalkberg, sondern auf einem Segelflugplatz? Während die Stadt den Kalkberg längst angekauft hat und in der Verwaltung die Vorarbeiten für den Bau der dortigen Basisstation bereits auf der Zielgeraden laufen, hat der Luftsportclub Leverkusen (LSC) seinen Flugplatz Kurtekotten als mögliche Alternative ins Gespräch gebracht. Dieses weitgehend als Segelflugplatz und Startbahn für kleine Motorflugzeuge genutzte Areal liegt zwar direkt an der Grenze zu Leverkusen, aber zum größten Teil auf Kölner Stadtgebiet: in Flittard.

Da die Bayer AG ihre bisherige finanzielle Förderung des Vereinssports einschränken oder gar auslaufen lassen will, müsse sich der Verein um neue Finanzquellen kümmern, so Vorsitzender Ulrich Krell. Daher das erneute Angebot an die Stadt. Schließlich habe der Verein mit dem Kurtekotten nicht nur ein attraktives Landefeld für die beiden Rettungshubschrauber, sondern dazu auch ausreichend Platz für eine Halle und Räume für die Besatzungen. Auch eine notwendige Kerosin-Tankstelle sei bereits vorhanden.

Anwohner des Kalkberges aus Kalk und Buchforst sowie Vertreter der Bürgerinitiative Kalkberg (BI), die seit Jahren vehement gegen den Hubschrauberplatz in ihrem Veedel protestieren, begrüßen den neuen Vorschlag Kurtekotten. Er zähle „zu den am besten für die Basisstation geeigneten Standorten im Stadtgebiet“. Das Angebot sei flug- und rettungstechnisch überzeugend, heißt es. BI-Sprecher Boris Sieverts spricht zudem von einer Kostenersparnis von mindestens 3,5 Millionen Euro. „Angesicht der offensichtlichen Vorteile kann die Stadt Köln es sich nicht leisten, die Option Kurtekotten nur zum Schein zu verfolgen und de facto weiterhin den Kalkberg als einzig möglichen Standort zu betrachten.“

Stadtdirektor Guido Kahlen, bislang stets ein Verfechter des Kalkberges, hat sich in den vergangenen Tagen mit dem Vorstand des Luftsportvereins getroffen: „Die hatten bislang nicht alle Informationen über die notwendigen Voraussetzungen und Auflagen für den Hubschrauberplatz.“ Bis zum 8. Juli soll der Verein zu den Anforderungen Stellung nehmen und sein Angebot überarbeiten. Dazu weist Kahlen darauf hin, dass die Rettungshubschrauber von Sonnenaufgang bis -untergang einsatzbereit sein müssten. Der Flugplatz Kurtekotten bestehe gegenwärtig aber auf einer täglichen Mittagspause sowie einem Betriebsschluss um 18.30 Uhr, um die Nachbarschaft nicht übermäßig durch Fluglärm zu belästigen.

„Wir sind bereits dabei, das Angebot des Vereins ernsthaft zu prüfen“, sagte Kahlen und kündigte an, dass man der Politik noch in dieser Woche eine erste Einschätzung des Vorschlages unterbreiten werde. Kahlen: „Falls weitere zeitintensive Gutachten oder neue luftrechtliche Genehmigungen erforderlich sind, wird es schwierig.“ So habe allein diese Genehmigung der Luftfahrtbehörde für den Kalkberg drei Jahre gedauert.

Auch Stephan Neuhoff, als Chef der Kölner Berufsfeuerwehr mit für den Rettungsdienst zuständig, sieht noch „viele Fragen offen“. Das Gelände Kurtekotten habe man sowohl im Jahr 2004 und dann nochmals im Jahr 2007 ausführlich begutachtet und als durchaus für die geplante Hubschrauberstation als geeignet empfunden. Allerdings habe der damalige Vorstand des Luftsportvereins jedes Mal abgewunken. „Es ginge nicht wegen der Anwohner, hieß es immer“, so Neuhoff. „Daher bin ich vom aktuellen Vorstoß des Vereins schon überrascht.“ Dennoch müsse man den Vorschlag ernst nehmen. „Wenn die Möglichkeit besteht, den Hubschrauberplatz wirklich schneller und preiswerter bauen zu können, muss man das zumindest überprüfen."

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