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Kalker Haupstraße: Altes Kaufhof-Haus hat neuen Besitzer

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Das ehemalige Kaufhofgebäude hat einen neuen Besitzer. Ob es allerdings erhalten bleibt, ist derzeit noch unklar. Foto: Ramme
Das holländische Immobilien-Unternehmen Ten Brinke will mit seinem Angebot am ehemaligen Standort des Kalker Kaufhofs die Köln Arcaden ergänzen. Ob das Gebäude bestehen bleibt oder abgerissen wird, ist noch nicht klar.  Von
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Das Gebäude der ehemaligen Kaufhof-Filiale an der Kalker Hauptstraße hat seit der Vorwoche einen neuen Besitzer. Die in Düsseldorf ansässige Metro AG, zu der auch der Kaufhof zählt, hat die seit Juli vergangenen Jahres leerstehende Immobilie an die holländische Ten Brinke Unternehmensgruppe verkauft. „Die genauen Planungen für die Zukunft des Gebäudes stehen gegenwärtig noch nicht fest. Wir sind ja auch noch in einer sehr frühen Phase und in den Einzelheiten noch nicht richtig weit vorgedrungen“, sagt Christian von Roda, bei Ten Brinke als Geschäftsführer für die Projektentwicklung zuständig.

Allerdings plane das nicht nur in den Niederlanden sondern inzwischen vielerorts in Deutschland tätige Immobilien-Unternehmen (Jahresumsatz: knapp 700 Millionen Euro) schon eine „Fortführung des bisherigen Einzelhandels. Jedoch in einer gänzlich anderen Aufteilung“, so von Roda. Man wolle nun für das gesamte Grundstück – einschließlich des dahinter zur Sieverstraße hin gelegenen Parkplatzes – ein modernes Konzept entwickeln. „Das Objekt ist ja auf dem Stand der 1970er Jahre stehen geblieben. Daher war auch die Attraktivität dahingeschmolzen“, sagt von Roda. „Nun gilt es, den angestaubten Charme herauszukehren und substanziell etwas Neues zu schaffen.“

Arcaden als Vorbild

Dafür wolle man im Vorfeld auch das Gespräch mit den Bürgern, der Politik und den Geschäftsleuten aus der Nachbarschaft suchen. Von Roda: „Unser Konzept und die anschließende Realisierung sollen dazu beitragen, die Kalker Hauptstraße wieder zu beleben. Wir wollen die Handelslandschaft im Dunstkreis der Straße ergänzen.“ Angedacht sei die Ansiedlung unterschiedlicher Läden unter einem Dach. Dabei wolle man das benachbarte Einkaufszentrum Köln Arcaden aber nicht kopieren. Die Arcaden lockten viele Kunden nach Kalk und die gelte es auf Dauer auch auf die andere Straßenseite zu holen. Schließlich gebe es noch reichlich Branchen, die bislang in der Arcaden und entlang der Hauptstraße nicht vertreten sind. Von Roda: „Die Nachfrage ist da. Der Standort Köln gilt bei vielen Händlern als attraktiv.“

Ziele der Immobilien-Standortgemeinschaft

Nach 83 Jahren hatte der Kaufhof im Juli 2012 seine Filiale an der Kalker Hauptstraße, die lange Zeit eng mit der Geschichte des Stadtteils verbunden war, geschlossen.

Das Ende hatte sich schon lange abgezeichnet. Seit den 1970er Jahren war kaum noch in das Gebäude investiert worden. Mit seinem veralteten Sortiment galt der Kalker Kaufhof vor allem seit der Eröffnung der Köln Arcaden als nicht mehr konkurrenzfähig.

Die Kalker Hauptstraße attraktiver zu gestalten und das Image des Veedels zu verbessern ist auch das Ziel der Immobilien-Standortgemeinschaft (ISG).

Geplant sind viele Maßnahmen. Vorgesehen ist, die Außengastronomie zu fördern, die Bahnunterführungen an der Deutz-Kalker Straße und an der Olpener Straße zu verschönern, ein Open-Air-Kino im Kalker Stadtgarten zu bauen sowie einen „Quartier-Hausmeister“ anzustellen. (NR)

Ob sich das Konzept – Ten Brinke hat bisher vorwiegend Fachmärkte und Einkaufszentren geplant – im bestehenden Gebäude umsetzen lässt, ist noch nicht klar. Auch ein Abriss mit anschließendem Neubau sei eine Option. „Wir wollen keinen Schnellschuss und denken sehr nachhaltig. Schon bald wollen wir unsere Ideen präsentieren. Denn jetzt gehört uns das Objekt und da wollen wir Gas geben und in die Schluffen kommen. Jeder weitere Stillstand ist doch ein Rückschritt.“

Positives Signal

Kalks Bezirksbürgermeister Markus Thiele (SPD) ist froh, dass die Zeit der Leerstandes nun bald vorbei zu sein scheint. Er spricht von einem positiven Signal für Kalk. Auch wenn die Stadt Köln „da ja leider keine Aktien drin“ habe, will er die neuen Investoren kurzfristig mit Oberbürgermeister Jürgen Roters und Wirtschaftsdezernentin Ute Berg zusammen bringen. „Das soll von Anfang an auf einem hohen Niveau laufen“, sagt Thiele.

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