Kalk
Brück, Höhenberg, Humboldt/Gremberg, Kalk, Merheim, Neubrück, Ostheim, Rath/Heumar, Vingst

Vorlesen
5 Kommentare

Kalker Hauptstraße: Mehr Platz und Sicherheit für Bürger

Erstellt
Im Rundparcours um die Hindernisse: Auf Höhe der Rolshover Straße müssen sich Kleiderständer, Fußgänger und Radler den Platz auf dem Bürgersteig teilen. Foto: Ramme
Auf die Um- und Neugestaltung der Kalker Hauptstraße warten die Bürger schon seit Jahren. Nun liegen Pläne vor, die vor allem mehr Sicherheit für Radfahrer versprechen. Auch die Gehwege sollen aufgeräumt werden und zum Flanieren einladen.  Von
Drucken per Mail
Kalk

„Nun liegen endlich konkrete Planungen vor“, sagt Kalks Bezirksbürgermeister Markus Thiele. „Das macht Hoffnung, dass sich an der Straße in absehbarer Zeit etwas tut.“ Nachdem die Verwaltung die Bezirksvertreter informiert hatte, stellte sie nun auch an einem Info-Stand vor der ehemaligen Kaufhof-Filiale ihre Pläne den Bürgern vor. Vom alten Vorhaben, die Geschäftsstraße in eine Einbahnstraße umzuwandeln, sind Politik und Verwaltung wieder abgerückt.

Einig ist man sich darin, die zentrale Einkaufsmeile des Stadtteils aufzuwerten und sowohl für Radfahrer als auch für Fußgänger attraktiver herzurichten. So solle sich durch eine neue Anordnung der Parktaschen – weitgehend schräg statt parallel zum Straßenverlauf – die Anzahl der Stellplätze auf 151 erhöhen. Im Bereich zwischen Kapellenstraße und dem stadteinwärts gelegenen Kreuzungsbereich mit der Rolshover und der Kalk-Mülheimer-Straße soll am Fahrbahnrand ein durchgehender Schutzstreifen für Radfahrer entstehen.

Damit ist eine seit Jahren immer wieder von Politikern, Bürgern und Geschäftsleuten gestellte Forderung erfüllt, denn der bislang fehlende Radweg auf der wichtigen Verbindungsstraße von Köln ins Bergische Land ist seit 25 Jahren Dauerthema in der Bezirksvertretung. „Mit einem Modellversuch auf einem kurzen Abschnitt zwischen der Neuerburgstraße und der Breuerstraße haben wir vor einigen Jahren gute Erfahrungen gemacht“, sagt Angela Stolte-Neumann vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik.

So habe sich gezeigt, dass durch das Schrägparken die Zahl der Unfälle mit Radfahrern – im Vergleich zum Parallelparken – geringer ausfalle. Bei schräg parkenden Autos sei der Radfahrer besser im Blick der Autofahrer – der sogenannte tote Winkel falle weitgehend weg. Auch Anwohner und Passanten hatten bei einer Umfrage des Kalker Bürgervereins und der Immobilien-Standortgemeinschaft (ISG) mit 76 Prozent das Schrägparken befürwortet. 83 Prozent der Befragten hatten angegeben, „überwiegend gute Erfahrungen“ gemacht zu haben.

Pkw-Ladezonen bleiben den neuen Plänen zufolge erhalten. Thiele: „Darüber bin ich heilfroh. Denn was sich da auf der Venloer Straße und auf der Dürener Straße abspielt, geht teilweise gar nicht.“
Bei der Herrichtung des Schutzstreifens setzt die Stadt auf eine möglichst billige Lösung. Zunächst fallen vornehmlich Investitionen in neue Farbe an. Stolte-Neumann: „Es geht alles über Markierungen auf der Straße, Bordsteine und Bürgersteige bleiben, wie sie sind.“

Bevor die Umbau- oder Markierungsarbeiten beginnen, so der Beschluss der Bezirksvertretung, soll das Straßenmobiliar „entrümpelt“ werden. Gemeint sind Telefonzellen, Trafohäuschen, Absperrpfosten, Blumenkübel und Bänke. „Diese Sachen wurden früher völlig unkoordiniert auf den Bürgersteig gepackt“, sagt SPD-Bezirksvertreterin Kerstin Schmedemann. „Da gilt es genau zu prüfen, was überhaupt noch gebraucht wird und wie man die Sachen optisch geschickt anordnen kann.“
Eine Aufräumaktion kündigte auch Stolte-Neumann den Bürgern an. Das freut auch Rainer Kreke vom Vorstand der Stiftung Kalk Gestalten: „An manchen Stellen sind die Fußwege derzeit noch so zugestellt, dass die Passanten regelrechte Hindernisläufe absolvieren müssen.“ Das sei besonders im Bereich unter den Arkaden der Häuser 101 bis 111 der fall, wo sich Kleiderständer, Fußgänger und Radler den Bürgersteig teilten. Es ist geplant, den dort bestehenden Radweg auf die Straße zu verlegen.

Mit den geplanten Veränderungen hoffen auch die Geschäftsleute auf bessere Zeiten. „Die Hauptstraße ist wieder im Kommen, das kann man deutlich sehen. Liebevoll gepflegte Baumscheiben und einige bunt bemalte Stromkästen bieten schon jetzt ein freundlicheres Erscheinungsbild“, sagt Dirk Kranefuss. Der frühere Leiter der Kaufhof-Filiale ist Sprecher der Standort-Gemeinschaft. „Im Vorjahr hatten wir die geringsten Leerstände. Es gab kaum einen Laden, der nicht in kürzester Zeit wieder vermietet war“, sagt er. Die Folge: Die Nachfrage nach Ladenlokalen sei deutlich größer als das Angebot.

Auch interessant
KVB Fahrplan
Start
Ziel
Datum
Zeit
 
Videos
FACEBOOK
Blog
Digitale Themen
Das Logo von Rheinklick

Mini-Coding-Schulungen, Analysen oder Veranstaltungen, hier geht es um Themen rund um die digitale (Kölner) Szene.

Weitere Serien
Nachwuchs-Autoren

Szene, Lifestyle, Trends, coole Events: Schüler, Studenten und Auszubildende schreiben für junge Leute.

Kleinanzeigen
ipad
Tablet-Ausgabe

Jetzt noch lokaler und umfangreicher: Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ für das Tablet lädt zur Erlebnisreise durch die Themen des Tages ein. Jetzt 20 Tage lang gratis testen!