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Neubau in Köln-Kalk: Neue Kita steht seit Monaten leer

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Seit rund sechs Monaten steht der Anbau der Kindertagesstätte leer – indes ist er für einen Architektenpreis vorgeschlagen worden.  Foto: Norbert Ramme
Nachdem in Rath-Heumar die Kindertagesstätte an der Paffendorfstraße umgebaut wurde, prüft die Stadt Köln seit sechs Monaten, ob auch alle Auflagen erfüllt sind. Die Eigentümerin hätte diesen Katalog gerne vor dem Bau gehabt.  Von
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Rath-Heumar

Schöne neue Räume in einer spannenden Architektur sind durch den Umbau der Kindertagesstätte an der Paffendorfstraße entstanden – gedacht für eine Gruppe der unter Dreijährigen. Doch die seit Januar des Jahres fertigen Räume stehen seitdem leer, das Außengelände liegt brach und ist ungenutzt. Die Bauabnahme durch die Stadtverwaltung hat sich stets verzögert, da, so Architektin Bettina Noesser, stets neue Änderungswünsche gekommen seien.

„Der aufwendige Umbau war eine Auflage der Stadt, um den auslaufenden Mietvertrag zu verlängern“, sagt Hauseigentümerin Helga Hengesbach. Eine halbe Million Euro hat die Eigentümerin investiert: „Es sollte etwas Schickes und Besonderes werden.“

Nach Plänen des Kölner Architektenbüros Padberg & Noesser wurde von Juli bis Dezember 2012 gebaut. Die Gebäudeachse wurde um 90 Grad, die Dachform um 180 Grad gedreht, der neue Baukörper liegt quer über dem bestehenden Erdgeschoss. Die Fassaden im oberen Bereich sind vollständig mit Lärchenholz-Schindeln verkleidet. Zu drei Seiten öffnen sich Glasfelder und Erker mit Ausguck auf die Wohnstraße oder das Gartengelände mit Treppe und Fluchtrutsche.

Umfangreiche Anforderungen

Abgesegnet wurden die An- und Umbauten allerdings bislang nicht: Mal sei die Schadstoffbelastung in der Luft aufgrund der neuen Möbel leicht erhöht gewesen (Noesser: „Das hat sich inzwischen alles erledigt“), mal wurde der Sandhaufen bemängelt, in dem die Rutsche endet. Bereits geringe Mengen Sand gelten als Sandkasten und müssen daher eine genormte Umrahmung haben, hieß es. „Die Stadt hat einen Katalog an Auflagen. Die hätten wir gern von Anfang an erfüllt, erfahren die Anforderungen aber erst nach und nach. Bei mehreren Begegnungen kamen immer neue Menschen mit eigenen Änderungswünsche hinzu. Ich habe gelernt: Es gibt unterschiedliche Ansichten von richtig“, sagt Noesser.

Möglicherweise gibt es rechtzeitig zum Tag der Architektur am kommenden Wochenende ein Happy End: Jugendamts-Mitarbeiterin Petra Wallraff-Becker kündigt an, dass in den nächsten Tagen Verwaltungsvertreter erneut „vor Ort prüfen, ob die baulichen Mängel, die bislang die Inbetriebnahme verhindert haben, beseitigt wurden. Von dem Ergebnis hängt der Bezugstermin ab“. (NR)

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