Kalk
Brück, Höhenberg, Humboldt/Gremberg, Kalk, Merheim, Neubrück, Ostheim, Rath/Heumar, Vingst

Vorlesen
0 Kommentare

Rather Musikfest: Schlager als Nachschlag

Erstellt
Zigeunermusik mit dem Markus Reinhardt Ensemble beim Rather Musikfest. Foto: Ramme
Das Rather Musikfest begeisterte mit Jazz und Zigeunermusik - und mit dem ersten Auftritt von Willibert Pauels nach seiner Depression. Musikalischer Höhepunkt war das Gastspiel des Markus Reinhardt Ensemble.  Von
Drucken per Mail
Rat-Heumar

Wenn zwei Karnevalisten sich treffen, wird gesungen und geschunkelt. "Un et rähnte wie en Bies en de Zupp und op d'r Kies", sangen Willibert Pauels und Bömmel Lückerath schon vor Beginn des Rather Musikfestes im Duett und gaben damit das Motto für das achtstündige Musik-Spektakel vor: Spaß haben trotz Regens.

Der "Bergische Jung", Büttenredner und Diakon, hielt bei seinem ersten Auftritt nach seiner Depression die Predigt beim ökumenischen Gottesdienst, mit dem das Fest seit Jahren startet - diesmal sogar mit einer Taufe. Bläck-Fööss-Gitarrist Lückerath gehört zu den Mitorganisatoren des Festivals, das zum 17. Mal stattfand.

Musikalisch recht vielfältig, wechselten sich auf zwei Bühnen auf dem Platz vor dem Bürger- und Vereinszentrum Nachwuchsbands, Oldie-Kapellen und einige bekanntere Künstler ab. So setzte das Kommando Mundart auf kölsche Töne, Big K & the Solid Senders auf gängige Soul-Klassiker, MAM auf die Hits von Bap und Ian's Zodiacs auf den Sound aus dem Liverpool der 1960er Jahre.

Musikalischer Höhepunkt war wohl das Gastspiel des Markus Reinhardt Ensemble. "Wir spielen traditionelle Zigeunermusik. Davon gibt es keine Noten, das ist alles mündlich überliefert", erklärte Geiger Reinhard und ermunterte das Publikum, zu den Klängen zu tanzen. Da geriet auch Lückerath ins Schwärmen: "Ein Hochgenuss. Eine Lektion für jeden Musiker."

Später stand auch er auf der Bühne. Zum Finale ließ Lückerath gekonnt die Gitarre wimmern - mit den "King´s Forest All Stars", der Band um die Festival-Organisatoren mit lokalen Größen am Mikrofon. Da sangen Thomas Ennenbach ("Mrs. Robinson"), Mareike Quodbach ("Sunny"), Linus "Hit the Road Jack" und die Blasmusiker von "Blos mer jet" stimmten "Smoke on the Water" an. Zum Schlusslied vom "Veedel" gab es einen Nachschlag: Vertreter der Ortsvereine und ehrenamtlichen Helfer schmetterten mit den Musikern: "Marmor, Stein und Eisen bricht".

Ähnlich vielschichtig war der Auftakt des Musikfestes am Vorabend in vier Kneipen. Vor der Schmitzebud gab es Jazz- und Swing-Rhythmen. Unter der Leitung von Ulrich Quodbach (64), der von klein auf im Veedel lebt, jazzte die Collision Course Big Band. Während in der Gaststätte Krämer Jojo Weber zur Gitarre griff und bei Burger die Oldie-band Plättbrett losrockte, erklangen in der Trattoria von Vittorio Perino internationale Hits vergangener Jahre: von "I want to break free" (Queen) und "Because the Night" (Patty Smith) bis zu "Wonderful tonight" (Eric Clapton). Da sang Silvia Dimoutsikos, die sonst das Modegeschäft "La Vida" führt, mit ihrer Band Missing One. "Den Namen haben wir, weil uns ein Keyboarder fehlte", sagt Bassist Walter Heilmann, Rektor der Höhenhauser Peter-Petersen-Schule. "Aber jetzt haben wir seit vier Monaten einen Tastenspieler." Muss sich die Hobby-Band nun umbenennen? Heilmann: "Nein, einer fehlt doch immer."

KVB Fahrplan
Start
Ziel
Datum
Zeit
 
Videos
FACEBOOK
Blog
Digitale Themen
Das Logo von Rheinklick

Mini-Coding-Schulungen, Analysen oder Veranstaltungen, hier geht es um Themen rund um die digitale (Kölner) Szene.

Weitere Serien
Nachwuchs-Autoren

Szene, Lifestyle, Trends, coole Events: Schüler, Studenten und Auszubildende schreiben für junge Leute.

Kleinanzeigen
ipad
Tablet-Ausgabe

Jetzt noch lokaler und umfangreicher: Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ für das Tablet lädt zur Erlebnisreise durch die Themen des Tages ein. Jetzt 20 Tage lang gratis testen!