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Stadtautobahn: Brandschutz im Tunnel gesichert

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Tempo 50 vor dem Tunnel zur Autobahn 4 Foto: Goyert
Mit mobilen Entlüftern, funktionierenden Löschwasserleitungen und fünf Videokameras ist der Brandschutz im Tunnel der Stadtautobahn gesichert. Die Sanierung dauert noch bis Herbst 2015.  Von
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Der Sicherheitsbeauftragte ist zufrieden, die Schichtdienstplaner sind es auch. Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die Feuerwehr bereits im Dezember die provisorische Brandwache am Stadtautobahntunnel Grenzstraße geschlossen. Seit Juli 2012 war sie 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche mit jeweils drei Mann besetzt, weil René Reissig-Hochweller eklatante Sicherheitsmängel in den beiden 538 und 338 Meter langen und übereinander liegenden Röhren festgestellt hatte.

Seither hat sich viel getan. An beiden Eingangsportalen wurden mobile Lüfter installiert, die sich bei Rauchentwicklung automatisch einschalten. Zwei Spezialfahrzeuge zur Entrauchung, die jeweils 185.000 Euro gekostet haben, sind an beiden Tunnelenden stationiert. Im Ernstfall können sie innerhalb von Minuten durch Kräfte der Wache Mülheim und der Freiwilligen Feuerwehr in Stellung gebracht werden. „Die Löschwasserleitungen im Tunnel sind saniert, die Anschlüsse freigelegt und wieder funktionsfähig“, sagt Reissig-Hochweller. Fünf Videokameras, drei in der unteren und zwei in der oberen Röhre, überwachen den Verkehr. Sie werden in der ehemaligen Brandwache im Container an der Solinger Straße von Mitarbeitern eines Sicherheitsdiensts kontrolliert.

Wenn es in einer Tunnelröhre zu einem Problem kommt, beispielsweise ein Auto liegenbleibt, schaltet die neue Ampelanlage auf Rot. Videotafeln leiten in diesem Fall die Autofahrer vor dem Tunnel in die Ausfahrten, so dass sich kein Rückstau bilden kann. Das Fluchttreppenhaus ist im Rohbau fertiggestellt. Es wird aber erst in Betrieb gehen, wenn der Tunnel von Grund auf saniert ist. Bis dahin bleiben die Verkehrsbeschränkungen – Tempo 50 und Fahrverbot ab 7,5 Tonnen – bestehen.

„Wir wollen mit der Sanierung noch in diesem Jahr beginnen. Bisher ist der Mai geplant“, sagt Gerd Neweling, Leiter des Amts für Brücken und Stadtbahnbau. Sie wird bis Herbst 2015 dauern und rund 30 Millionen Euro kosten. Die Röhren werden wohl unter laufendem Betrieb saniert werden müssen. Bisher ist geplant, in jeder Richtung eine von drei Fahrspuren zu sperren. Die Politiker haben die Stadtverwaltung jedoch beauftragt, nach Alternativen zu suchen. Denkbar wäre beispielsweise, eine Tunnelröhre ganz zu sperren und den Verkehr über den Autobahnring umzuleiten. Das würde die Bauzeit verkürzen und vermutlich auch Kosten reduzieren.

Ob das nach den Problemen mit der Leverkusener Autobahnbrücke, die derzeit für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt ist, und dem schlechten Bauzustand der Mülheimer Brücke, die ab kommenden Montag für Laster über 30 Tonnen nicht mehr befahrbar ist, überhaupt noch eine Alternative sein kann, ist derzeit völlig unklar.

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