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Stadtentwicklung: Mehr Aufenthaltsqualität für Brück

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Auch der Markt- und Parkplatz soll erhalten bleiben. Foto: Ramme
Bezirkspolitiker fordern für das Brücker Zentrum klarere Strukturen und eine Steigerung der Attraktivität. Damit sich die Bürger in ihrer Stadt wieder wohler fühlen, haben die Stadtplaner der Bezirksvertretung mehrere Vorschläge gemacht.  Von
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Brück

Die Einkaufsmöglichkeiten für die Bürger in Brück gelten nicht als optimal, die Aufenthaltsqualität ist eher gering, doch eine dauerhafte Verbesserung scheint kaum möglich. Dies erläuterte Wolfgang Effertz vom Stadtplanungsamt den Kalker Bezirksvertretern, als er die „Integrierte Raumanalyse Köln-Ost“ vorstellte. Hier hat sich die Verwaltung recht umfassend mit den Beschlüssen der vergangenen Jahre aber auch neuen Planungen und Ideen für die Stadtteile am östlichen Stadtrand beschäftigt. In Brück wird der zentrale Versorgungsbereich entlang der Olpener Straße zwischen der Straße In der Handschaft und dem Brücker Mauspfad als stabiles Stadtteilzentrum gewertet, obwohl sich die Läden nur selten beiderseits der Straße befinden und die Aneinanderreihung der Geschäfte eher lückenhaft ist, und kaum zum Verweilen einlädt.

In dem langgestreckten Zentrum, das von gut 70 Prozent der Bevölkerung – im 700 Meter Radius Luftlinie – gut zu Fuß erreichbar ist, werden überwiegend Einkaufsmöglichkeiten für den kurzfristigen, täglichen Bedarf geboten. Die Bewohner in den nördlichen und südlichen Randbereichen von Brück sind nicht optimal an die Einkaufsmöglichkeiten angebunden. Allerdings sind diese Siedlungen für zusätzliche Geschäfte aufgrund der geringen Bebauung kaum attraktiv.

Aufenthaltsqualität verbessern

Der Aschenplatz am Oberen Bruch soll, so die Bezirksvertreter, genauso beibehalten werden, wie der Markt- und Parkplatz.
Der Aschenplatz am Oberen Bruch soll, so die Bezirksvertreter, genauso beibehalten werden, wie der Markt- und Parkplatz.
Foto: Ramme

Als „städtebaulich unbefriedigend“ ist für die Verwaltung wie auch für die Kommunalpolitiker die Situation im Kreuzungsbereich der Olpener Straße mit dem Mauspfad. Effertz: „Dort fehlt die Gestaltung der Nordwest-Ecke. Dieses Grundstück ist bisher von einem Gebrauchtwagenhandel mindergenutzt und wertet das Zentrum ab. Hier sollte eine bessere Lösung gesucht werden.“ Auch mit dem Marktplatz sind die Stadtplaner nicht zufrieden. Der säße „wie ein Korken aus Asphalt in der Nord-Süd-verlaufenden Grünachse der Flehbachaue“, heißt es.

Hier sollte der Platz so umgestaltet werden, dass der Durchfluss des Flehbachs erkennbar und somit auch eine Verbindung zwischen dem Bachlauf in der Flehbachaue und dem weiteren Verlauf nördlich der Olpener Straße sichtbar wird. Zudem soll die Aufenthaltsqualität des Platzes verbessert werden, ohne seine Funktion als Marktplatz und Parkfläche einzuschränken. Einstimmig beschlossen die Bezirksvertreter, dass der Marktbetrieb im bisherigen Umfang gesichert werden soll und die Wünsche der Bürger bei der Umgestaltung berücksichtigt werden.

Sportplatz bleibt

Denkmal „Fuuler Weet“ am Marktplatz.
Denkmal „Fuuler Weet“ am Marktplatz.
Foto: Ramme

Bei weiteren Plänen der Verwaltung, die alte Naturlandschaft und Grünzone im Oberen Bruch wiederherzustellen, machte die Bezirksvertretung nicht mit. Den Vorschlag der Verwaltung, den als „Fremdkörper in der Grünanlage“ gesehenen Aschen-Sportplatz zu verlagern, lehnten die Bezirksvertreter einhellig ab. „Der Sportplatz ist von den Bürgern dort gewollt und unserer Meinung nach auch gut in die umliegende Flehbachaue integriert“, sagte Jürgen Schuiszill, der Vorsitzende der CDU-Fraktion. Als möglichen neuen Standort hatte die Verwaltung ein Grundstück südlich der Tennishalle vorgeschlagen. Doch in dem Bereich dort favorisiert die Politik den Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern.

Endgültig begraben werden nun auch die einst vom damaligen CDU-Stadtverordneten Rolf Bietmann favorisierten Planungen, in der Grünzone zwischen Brück und Rath einen Golfplatz anzulegen. Den will heute keiner mehr.

Stadtteilgeschichte Brück

Mit dem Gräfenhof, der im Jahr 1130 in den Besitz der Abtei Altenberg überging, beginnt die Geschichte des Ortes Brück, der seit dem Mittelalter zu den bedeutenderen in der Region und in der späteren Bürgermeisterei Merheim gehörte. Auf dem Gräfenhof tagte bis 1851 ein Waldgericht, das über Angelegenheiten, die den umliegenden Waldbesitz betrafen, zu befinden hatte.

Nicht nur der Besitz an Wald und Holz, sondern auch die Lage an einem wichtigen Verkehrsweg begründeten die regionale Bedeutung Brücks.

Hinzu kamen im 16. und 17. Jahrhundert noch Weißgerbereien und Tuchwebereien.

Noch vor der Eingemeindung nach Köln 1914 war 1906 eine Kleinbahnverbindung in die Stadt eingerichtet worden. (NR)

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